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Pressespiegel

04Mai

Lübecker Nachrichten vom 4. Mai 2018

Königstraße wird zum städtebaulichen Kleinod. Jury vergibt Preise für den Planungswettbewerb in Bad Oldesloe.

Das alte VHS-Gebäude in der Königstraße bleibt, auf freien Flächen könnten Neubauten mit rund 60 Wohnungen entstehen.

Klaus Petersen präsentiert den Entwurf aus Lübeck.

Thilo Scheuber zeigt das Modell aus Dresden in Sachsen.

Eine elfköpfige Jury, der Fachleute und Kommunalpolitiker angehörten, hatte sich ausführlich mit den drei eingereichten Varianten auseinandergesetzt. Vorgabe war, in dem Gebiet zwischen dem mittleren Trave-Stadtarm und der Königstraße einen innenstadtnahen Wohnkomplex mit unterschiedlichen Wohnformen - bestehend aus einer Mischung aus Miet- und Eigentumswohnungen - zu schaffen. Bis zu 30 Prozent sollen für den sozialen Wohnungsbau reserviert bleiben, und das Gebäude an der Königstraße 33 - hier war früher die Volkshochschule untergebracht - sollte erhalten blieben.

Die Jury hat nach den Worten ihres Sprechers Klaus Petersen den ersten Preis an den Entwurf der Lübecker Stadtplaner Meyer Steffens vergeben. Den Grünplan lieferte das Büro Brien, Wessel und Werning.

Vorgesehen sind demnach fünf einzelne Gebäude, die nebeneinander errichtet werden. Dazu ist ein größerer Hofbereich mit zwei weiteren Häusern geplant. „Es gibt eine sehr spitze Dachform“, erläuterte Klaus Petersen. Daher erinnere die Gebäudeform auch an alte Häuser in der Hansestadt. „Höhe und Dachform müssen sicherlich noch überprüft werden“, blickte der Juror voraus. Der Entwurf stelle sicher, dass der Hang zur Trave frei bleibe und ein öffentlicher Weg zwischen den Gebäuden geführt werde.

Den zweiten Preis sicherte sich der von dem Dresdner Architekturbüro „QuerfeldEins“ eingereichte Entwurf. Dabei, so lobte Klaus Petersen, werde ein „sehr schönes Ensemble“ geschaffen - mit vielen Freiflächen und einem Innenhof. „Auch das ist eine hervorragende Arbeit“, stellte der Architekt fest. Es solle ein wesentlicher Teil des alten Gebäudebestandes erhalten bleiben. Dies allerdings habe für die Jury auch die Frage nach der Wirtschaftlichkeit aufgeworfen: „Man kann zwar sanieren, aber es muss auch wirtschaftlich sein.“

Die Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, Maria Herrmann, lobte die Ergebnisse des Wettbewerbes: „Da wird schon bewusst, was da an Wissen und Kompetenz gekommen ist.“ Die vorliegenden Entwürfe könnten die Basis für die künftige Bauleitplanung sein. Darauf wies auch Bauamtsleiter Thilo Scheuber hin. Die Stadtverordneten müssten jetzt eine Entscheidung treffen, dann könnte der für die Region aufgestellte Bebauungsplan 58 novelliert werden. „Das wird vielleicht schon im Sommer sein“, hoffte Thilo Scheuber.

Die Stadt müsse auch Kontakte mit den Eigentümern der angrenzenden Grundstücke aufnehmen, denn nur der zentrale Bereich befindet sich im kommunalen Besitz. Unter anderem müsse die Zufahrt von der Königstraße in die geplante Tiefgarage geregelt werden. Die politischen Gremien könnten später auch noch entscheiden, welche Bereiche der überplanten Region öffentlich bleiben oder in private Hand gegen sollen. Vorgesehen ist, dass die Stadt ihren B-Plan auf einen der vorgelegten Entwürfe abstimmt, erläuterte der Bauamtsleiter. Dies bedeute aber nicht, dass einer der vorliegenden Entwürfe exakt realisiert werde: „Das ist Sache des Investors.“

Und einen Investor zu finden, der das Projekt mit rund 60 Wohnungen umsetzt, sollte auch nach Ansicht von Klaus Petersen nicht allzu schwer sein: „Denn das ist eine gute Lage in der Stadt.“

Präsentation

3 Entwürfe wurden für den Realisierungswettbewerb Königstraße eingereicht. Sie sollen während einer Ausstellung vom 6. bis 13. Mai im Foyer im KuB öffentlich präsentiert werden. Die Ausstellung wird von Bürgermeister Jörg Lembke am Sonntag um 11 Uhr eröffnet. Die Ausstellung ist am 6. Mai bis 18 Uhr sowie werktags von 8 bis 20 Uhr geöffnet.