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Pressespiegel

21Apr

Stormarner Tageblatt vom 14. April 2018

Stormarner Wochenschau – Betrachtungen zum Wochenausklang. Abwarten, was da alles noch so kommt

KARIKATUR: MEGI BALZER

Harmonisch, kauzig und echt lecker

Schmackhaft Immer nur schlechte Nachrichten! Denken Sie das auch, wenn Sie Ihre Zeitung aufschlagen? In dieser Woche gab es einmal eine sehr gute Nachricht. In der Mensa im Schulzentrum in Bad Oldesloe gibt es seit einiger Zeit neue Betreiber. Schüler und Eltern sind begeistert, denn täglich lächelt ein frisch gekochtes Mittagessen auf den Tellern. Unsere Karikaturistin Megi Balzer hat das für uns einmal zeichnerisch umgesetzt. Vergessen die Zeiten, in denen sich kaum mehr als 80 Schüler täglich in die Mensa trauten, die anderen rund 2000 Schülerinnen und Schüler versorgten sich lieber anderweitig. Die neuen Betreiber haben übrigens von jetzt auf gleich die Mensa übernommen und tauften sie somit „Lückenfüller“. Womit bewiesen wäre, dass es gar nicht schlecht sein muss, einfach mal ins kalte Wasser zu springen. Solche guten Nachrichten würden wir als Zeitungsmacher gern öfter unseren Lesern präsentieren!

Tierisch Da wir auch gern mal über den Stormarner Tellerrand schauen, haben wir Ihnen in dieser Woche eine Geschichte aus Wentorf nicht vorenthalten. Zumal emotionale Tiergeschichten eine große Fangemeinde haben. Ein Kauz hat sich in einer Schnur verheddert und hing hilflos in etwa zehn Metern Höhe in einem Baum. Die Feuerwehr konnte das Tier retten. So weit, so gut! Aufmerksam wurden Spaziergänger, weil eine Eule die ganze Situation beobachtet hat und laut Alarm schlug! Nachdem sich der Kauz erholt hatte, flogen Kauz und Eule davon. Sicherlich der Beginn einer wunderbaren Freundschaft!

Geheilt In Reinbek hat man seit 2015 schon keine gültige Straßenausbausatzung mehr. Die seitdem erhobenen Ausbaubeiträge waren zwar rechtswidrig, aber auch wirksam, wie das Rathaus kürzlich feststellte. Der Bürgermeister lässt nun Hauptausschuss und Stadtverordnetenversammlung in der kommenden Woche darüber abstimmen, ob die Satzung nun rückwirkend für gültig erklärt wird. „Heilung“ nennt sich das im Juristendeutsch. „Es hilft nichts, das Recht auf seiner Seite zu haben. Man muss auch mit der Justiz rechnen." Das soll der Kabarettist Dieter Hildebrandt einmal gesagt haben. In Reinbek trifft dieser Satz voll und ganz zu.

Harmonie Es ist schon komisch. Beim großen Kandidaten-Check des Stormarner Tageblatts offenbarten die Oldesloer Spitzenkandidaten ganz neue Seiten: Sie können miteinander! Kein Gezicke, keine bösen Worte, es wurde gescherzt, man half sich gegenseitig, statt sich ins Messer laufen zu lassen, niemand musste sich profilieren. Und das trotz des Wahlkampfs. „Geht doch“, möchte man sagen. Aber warum klappt das nur am Herd und nicht in den Ausschüssen oder der Stadtverordnetenversammlung? Ob nach dem Kochen oder der politischen Debatte – am Ende muss jeweils ein vorzeigbares Ergebnis stehen. In der Küche ist das gelungen, über die Parteigrenzen hinweg waren die von den Kandidaten eingeladenen Gäste mit dem Essen sehr zufrieden. Im politischen Alltag ist das eher selten der Fall. Angesichts der Vielzahl an Kandidaten und politischen Strömungen, die in Oldesloe antreten, steht zu befürchten, dass es zukünftig nicht besser wird.

Die Harmonie beim Kochen kam Gast Sebastian Schulz (Familienpartei) dann auch verdächtig vor. „Vielleicht müssen die Sitzungen zukünftig eine Viertelstunde später beginnen, weil sich alle erst mal umarmen“, scherzte er. Warum nicht, wenn es denn hilft.

Stephan Poost, Andreas Olbertz