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Pressespiegel

10Feb

Stormarner Tageblatt vom 10. Februar 2018

Stormarner Wochenschau

KARIKATUR: MEGI BALZER

Dirty Dancing in Bad Oldesloe

Kulturschock Seit fast zwölf Jahren wartet Ahrensburg auf ein Kino. Ein Großteil derjenigen, die sich seinerzeit an der ersten Umfrage des Kinder- und Jugendbeirats beteiligten, wohnt vermutlich gar nicht mehr in der Schlossstadt. Und vielleicht geht auch die nächste Generation noch studieren, bevor vielleicht mal gebaut wird. Bad Oldesloe war nur zwei Jahre ohne Kino, dann hatte sich Heinz Wittern zurückgekämpft. Zum Glück, denn wie bei den meisten Dingen, wird einem erst bewusst, wie wertvoll sie sind, ist wenn man sie nicht mehr hat. Es gibt aber auch welche, die das Kino scheinend weder vermisst haben noch darin etwas anderes sehen als einen Gewerbebetrieb. Leider scheinen unverhältnismäßig viele davon in der Politik zu sein. Wie sonst erklärt sich, dass die Mehrheit mal so eben 15 000 Euro für ein Autokino auf dem Exer locker macht. Als Wittern sein Open-Air-Kino auf dem Marktplatz anbot, musste er um einen Mini-Zuschuss von der Stadt betteln. Dabei war das Event anders als auf dem Exer nicht nur kostenlos, sondern garantiert kommunikativer. Und waren es gelungene Veranstaltungen, was das Auto-Kino erst mal beweisen muss. Und wenn man schon „irgendwas mit Kino“ und zwei alten Filmen machen will, wieso dann nicht zusammen mit dem örtlichen Kino? Die Kub-Managerin kam erst nach Oldesloe, als das Oho schon geschlossen war. Was man nicht kennt, kann man vielleicht nicht vermissen. Aber Kino ist ein Kulturort. Das sieht man auch an der nicht abebbenden Diskussion in Ahrensburg oder am aktuellen Streit in Bargteheide. So ein Theater sollte man sich in Oldesloe sparen.

Da geht was Das ging schnell: Nur wenige Monate, nachdem die Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) die Expertise vorgelegt hatte, wie die A-1-Anschlussstelle Stapelfeld/Braak verkehrlich entlastet werden kann, gab Verkehrsminister Bernd Buchholz Grünes Licht für einen Ausbau der Landesstraße zwischen der A 1 und der Kreuzung zur MVA. Laut Verkehrsexperten reicht das aus, um die morgend- und abendlichen Staus zu reduzieren oder zu verhindern. A-1-Anschlussstelle Stapelfeld/Braak. Ein dreispuriger Ausbau der Landesstraße bis Stapelfeld, wie ihn einige fordern, wird deshalb nicht kommen: Die Ampeln Merkurring und Höltigbaum sind der nächste Engpass. Ob die Autos dort in einer oder zwei Reihen warten, ändert nichts. Einen Termin für den Ausbau gibt es noch nicht, auch weil noch geprüft werden soll, ob der Ausbau wie angenommen ohne Planfeststellung möglich ist.

Bei der zweiten Anschlussstelle drei Kilometer weiter nördlich geht nichts ohne Planfeststellung. Und wegen der Brücke ist der Ausbau dort auch nicht für 2,5 Millionen Euro zu haben, sondern wird mindestens vier Mal so teuer. Klar, dass sich der Minister dazu noch nicht äußerte, auch wenn er als Ahrensburger natürlich weiß, wie eng es auf dem verlängerten Ostring ist. Die WAS wird jedenfalls wird nicht müde, das Thema am Kochen zu halten. Zurzeit laufen Berechnung, ob es auch ohne Brückenneubau kurzfristige Möglichkeiten gibt, den Verkehr dort besser fließen zu lassen. Wäre doch schön, wenn es erneut eine schnelle Reaktion gibt. Rolf Blase