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Pressespiegel

10Feb

Stormarner Tageblatt vom 10. Februar 2018

Wieder offene Sonntage. Bad Oldesloer Kaufleute setzen doch auf den besonderen Verkaufsservice.

Bad Oldesloe. „Totgesagte leben länger“ könnte man sagen. „In buchstäblich letzter Sekunde sind Kaufleute an uns herangetreten und haben gesagt, dass sie nun doch 2018 verkaufsoffene Sonntage durchführen wollen“, erzählt Agnes Heesch vom Stadtmarketing der Stadt Bad Oldesloe. „Wir haben das alles in Bewegung gesetzt, um das noch so kurzfristig irgendwie möglich zu machen“, so Heesch. Das bestätigte Hans-Jörg Steglich von der Löwen-Apotheke, der im Auftrag der Kaufleute die Koordination übernommen hat.

„Fest steht, dass wir am dritten Tag des Pflaster-Art-Straßenkünstlerfestivals am 2. September die Geschäfte öffnen wollen“, so Steglich. „Wir sehen darin eine Win-Win-Situation. Wir bieten das Programm, die Kaufleute müssen sich um die verbindliche überregionale Werbung kümmern. Beides lockt jeweils Menschen in die Innenstadt. Das gefällt uns als Idee“, so Kulturmanagerin Inken Kautter. Sie betont allerdings auch, dass das Veranstaltungsmanagement bei den übrigen angedachten drei verkaufsoffenen Sonntagen aber „definitiv nicht involviert sein wird“.

„Dass Pflaster-Art findet an dem Tag sowieso statt. Es wird nicht extra für die Kaufleute auf die Beine gestellt. Da sehen wir unsere Rolle auch nicht. Es trifft sich einfach nur glücklich und warum dann nicht?“, führt sie weiter aus. In der Vergangenheit hatten der Wir-Verein und dann die IG Handel jeweils 16 000 Euro im Jahr Fördergeld für die Durchführung der der vier verkaufsoffenen Sonntag erhalten, nachdem die Stadt zuvor kommissarisch für die aufgelöste „Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute“ (GOK) eingesprungen war. Die Mitglieder der mittlerweile ebenfalls aufgelösten IGH erklärten, dass 16 000 Euro relativ wenig Budget und der Aufwand für ein kleines Team enorm hoch sei, zumal man zugleich noch seine eigenen Läden bespielen muss.

Ende 2017 machte die Stadtverwaltung klar, dass sie eigentlich die Kaufleute in der Pflicht sehe, die verkaufsoffenen Sonntage zu finanzieren, wenn sie diese durchführen wolle. Dass die Stadt als Veranstalter oder Organisator zur Verfügung stehe, sei völlig ausgeschlossen. „Was das Geld angeht, ist es im Endeffekt ein politischer Beschluss. Ich möchte dem nicht vorgreifen. Es sind Gelder eingestellt, aber da ist ein Sperrvermerk drauf. Darüber muss der Hauptausschuss entscheiden. Wir bereiten das alles vor, und dann müssen die Parteien wissen, ob sie Geld dafür freigeben oder nicht“, so Heesch.

„Ich möchte mich ausdrücklich beim Bürgermeister und der Stadtverwaltung bedanken, dass das überhaupt ermöglicht wird, dass das jetzt – jenseits aller Fristen – noch auf den Weg gebracht werden kann. Die Verwaltung unterstützt uns sehr und wir Kaufleute wollen auch mal betonen, dass wir das schätzen“, so Steglich für die Innenstadthändler.

„Für die restlichen drei angedachten verkaufsoffenen Sonntage sind wir mit Rolf Niehuesbernd aus Bad Schwartau im Gespräch, der vielleicht vielen Oldesloern von früheren Veranstaltungen noch im Gedächtnis ist“, so Steglich. „Wir sind da jetzt in konkreten Planungen und Gesprächen. Fest steht für uns, dass wir gerne wieder vier verkaufsoffene Sonntage anbieten wollen und dass Herr Niehuesbernd unser Partner wird“, sagt Steglich.

Patrick Niemeier