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Pressespiegel

16Nov

Stormarner Tageblatt vom 16. November 2017

Streitfall I-Kinder. Wer kommt für die Kosten bei besonderem Bedarf auf? Ausschuss verlangt Infos.

Bad Oldesloe. Die offene Ganztagsbetreuung an den Oldesloer Schulen läuft gut. Sogar so gut, dass die Räume, vor allem an der Klaus-Groth-Schule, knapp werden. Das geht aus dem jährlichen Bericht hervor, den die Oase, Träger des offenen Ganztags, jetzt im Sozialausschuss vorstellte.

Von Anfang an war ungeklärt, wie in der Nachmittagsbetreuung mit Kindern, die besonderen pädagogischen Bedarf haben, umgegangen werden soll. Sechs Integrationskinder nehmen die Betreuung in Anspruch. „Davon stand nichts in der Anmeldung, dass das I-Kinder sind“, erklärte Oase-Mitarbeiter Florian Kautter den Ausschussmitgliedern: „Das geht grade noch so, aber das kann sich auch jederzeit ändern. Es gibt keinerlei Regelungen. Wir müssen wissen, was wir den Eltern sagen sollen.“

Eine Frage, die längst hätte geklärt sein sollen. Bereits im Dezember 2015 war die Verwaltung aufgefordert worden, eine entsprechende Richtlinie zu erarbeiten. „Es ist ja schön, dass diese Kinder auch angekommen sind“, sagte Hajo Krage: „Aber ist die Verwaltung darauf vorbereitet?“ Eine Frage, die es in sich hat, schließlich ist das Thema Schulbegleitung in Stormarn hoch umstritten.

Claudia Németh, Rektorin der Grundschule West, sprach Klartext: „Wir dürfen Integration nicht nur bis 13 Uhr denken. Der Offene Ganztag ist ganz klar Schule.“ Den Kreis dazu zu bewegen, Schulbegleiter zu bezahlen, ist aber nicht einfach. Schule, so nämlich die Argumentation der Kreisverwaltung, sei eindeutig Sache des Landes. Oder handelt es sich doch eher um Eingliederungshilfe, für die der Kreis zuständig wäre? Németh: „Die Last wird auf die Eltern abgewälzt.“ Die Bürgerbeauftragte des Landes, Samiah El Samadoni, ist in dieser Angelegenheit schon mehrfach bei der Kreisverwaltung vorstellig geworden – erfolglos. „Wer nicht klagt, bekommt auch kein Recht“, ist ihre Erfahrung mit dem Kreis Stormarn.

Aygün Caglar (CDU) regte an, dass zu einer der nächsten Sitzungen ein Vertreter der Kreisverwaltung eingeladen werden soll, um das System Schulbegleitung zu erklären. Andreas Olbertz