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Pressespiegel

03Nov

Stormarner Tageblatt vom 3. November 2017

Großes Interesse am Ki-Jub. 13 Kandidaten stehen in Bad Oldesloe vom 21. bis zum 23. November zur Wahl für das Jugendgremium.

Wolllen die Stimmen ihrer Generation in der Kreisstadt sein: Zwölf der dreizehn Kandidaten der Kinder- und Jugendbeiratswahl. Nie

Bad Oldesloe. Sich politisch einbringen, Dinge in Bewegung bringen, Lobbyarbeit für die eigene Generation betreiben – das sind drei der Hauptmotivationen, die dreizehn Jugendliche aus Bad Oldesloe und den umliegenden Dörfern dazu bewegt haben, sich für die Wahl zum Kinder- und Jugendbeirat aufstellen zu lassen. „Das ist eine sensationelle Resonanz. So viele interessierte Jugendliche haben sich noch nie eingebracht“, freut sich Katrin Stehr von der Stadtjugendpflege. Auch ihr Kollege Boris Bouchon ist hör- und sichtbar erfreut über das Engagement der Nachwuchspolitiker, während diese sich kurz in einem Satz vorstellen. Zwischen dreizehn und 20 Jahren sind die Bewerber alt, die die maximal neun Plätze im seit einem Jahr wiederbelebten Beirat einnehmen können. „Wer am Ende nicht genug Stimmen hat, darf aber natürlich trotzdem gerne aktiv machen, eben nur ohne Amt und ohne Stimmrecht“, federt Stehr mögliche Enttäuschungen direkt ab. „Ideen und Vorschläge sind wichtig.“

Die Kandidaten für die Wahl zwischen dem 21. und 23. November sind. Svea Müller (17), Joel Bashandy (13), Lennard Hammelberg (15), Najat Tabakh (13), Lili Sander (13), Irina Schmidt (18), Roschin Rechid (14), Mohammad Tabakh (20), Klemens Kerssenbrock (16), Daniel Japs (16), Peter Lange, (16), Thor Damm (13) und David Zilesch (17).

Letzterer ist der Vorsitzende des aktuellen Übergangsbeirats, dem auch Svea Müller angehört. „Es hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mich entschieden haben nochmal für zwei Jahre zu kandidieren“, erklärt Svea. Gemeinsam mit David und den übrigen Mitstreitern hatte sie neben einem erfolgreichem Kinotag im Travebad und einer modernen „Mr. X Jagd“ durch die Innenstadt vor allem die anstehenden Wahlen vorbereitet. Jahrelang lag der Beirat zuvor brach, weil sich nicht genug interessierte junge Oldesloer fanden. Das war vor allem ein Ergebnis des erlebten Frusts. Immer wieder fühlten sich die jungen Ehrenamtler von ihren erwachsenen Pendants in den Ausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung nicht ernst genommen, beziehungsweise dauerten ihnen Entscheidungsfindungen deutlich zu lang.

„Ich sage gleich, dass man Geduld mitbringen muss. Nur weil etwas nicht gleich geht, heißt es nicht, dass es gar nicht geht“, gibt Bürgermeister Jörg Lembke den Kandidaten mit auf den Weg. „Ich freue mich, dass sich so viele Interessierte einbringen“, fügt er an. „Ich finde, dass die Zusammenarbeit mit der Lokalpolitik mit der Zeit immer besser lief. Man muss sich erst daran gewöhnen. Ich kannte die Abläufe vorher auch nicht, es gibt ja gar keine Berührungspunkte ansonsten. Das spielt sich aber immer besser ein gerade“, sagt Svea. „Ich möchte denen, die in Zukunft im Beirat sitzen, sagen, dass sie zu ihrer Meinung stehen sollen, auch wenn es andere Stimmen gibt oder Kritik. Es ist wichtig für seine Sache einzustehen.Gemeinsam können wir dann sicherlich viel erreichen“, führt die 17-Jährige weiter aus.

Gewählt wird vom 21. bis 23. November an den Schulen. Eine Briefwahl soll organisiert werden. „Ich hoffe, dass wir die Beteiligung auch seitens der Wähler auf mindestens 50% der Wahlberechtigten erhöhen können. Ich bin da optimistisch“, so Stehr. Patrick Niemeier