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Pressespiegel

14Okt

Stormarner Tageblatt vom 14. Oktober 2017

Stormarner Wochenschau

KARIKATUR: MEGI BALZER

Über jedes Hindernis eine Brücke

Unüberwindbar Was für ein Gejammer und Gemaule wieder. Die Brücke am Travestadion ist marode. Jetzt wurde entschieden, dass sie nicht ersetzt wird – zu teuer. Und das war jetzt nicht ein umstrittener Mehrheitsbeschluss, sondern einstimmige Meinung aller im Bauausschuss. Das hat eine gewisse Aussagekraft. Und jetzt geht das Gemecker in den „sozialen“ Netzwerken los. Was diesen Protest allerdings etwas unglaubwürdig erscheinen lässt: Die Brücke ist bereits seit Monaten gesperrt und es schien bis dato kaum jemanden tangiert zu haben.

Die Brücke in Sehmsdorf soll demnächst ersetzt werden. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis weitere Brücken folgen werden. Und damit vielleicht auch noch Einschnitte. Glücklicherweise hat unsere Karikaturistin Megi Balzer schon eine Lösung parat: Eine mobile Brücke, die auf Schienen längs des Ufers auf Anforderung herangerollt wird. eine Brücke statt viele – wenn das mal nicht ein wegweisender Vorschlag ist.

Ungesagt Wo wir beim Thema Gemecker sind. Der an der Mommsenstraße geplante Kreisverkehr hat einen regelrechten Shitstorm ausgelöst. Das hat die Oldesloer Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD) zum Anlass genommen, das Thema noch mal auf die Tagesordnung zu heben. Und siehe da ... es kommt keiner. Naja fast.

Facebook und Co. sind sicher gut geeignet, Stimmungen wahrzunehmen oder Anregungen aufzugreifen, aber Politik wird immer noch in den Ausschüssen gemacht. Das kann man altmodisch finden, aber etwas anderes lässt die Gesetzeslage nun mal nicht zu. Wer also ernsthaft an der Gestaltung seiner Stadt oder seines Dorfes interessiert ist, wird nicht umhin kommen, Sitzungen zu besuchen. Und es verlangt auch, Argumente zu haben und sich mit denen der „Gegenseite“ auseinander zu setzen. „Totaler Schwachsinn“ reicht nicht und wird niemanden überzeugen. Dann ist man mit Sicherheit überall ein gern gesehener Gast.

Unvergessen „Das ist ein Bebauungsplan, bei dem wir über Jahre alle an einem Strang gezogen haben“, lobte Christdemokrat Uwe Rädisch die Beschlüsse zum neuen Baugebiet Kampstraße in Bad Oldesloe. Leidet er an Amnesie? In jüngster Zeit mag das stimmen, aber wo war er in den vielen Jahren davor? Zu Zeiten ihrer Alleinregierung, damals war Matthias Rohde noch CDU-Fraktionsvorsitzender, hat die CDU nichts ausgelassen, um die Pläne zu behindern. Der Lärm der Eisenbahn, die armen Anlieger der Sackgassen die Durchgangsstraßen werden sollen ... und die Verwaltung ließ sich willig vor den Karren spannen. Alles, um dem Prestigeprojekt Steinfelder Redder nur ja auch nicht den Hauch von Konkurrenz zu machen. Andernfalls hätte die Stadt Strafe zahlen müssen. So ist es im Kaufvertrag festgeschrieben. Es ist schon bewundernswert, dass Investoren so lange und gegen alle Widerstände an einem Projekt festhalten.

Umgebunden Kay Schäding und Holger Wrobel, die beiden Vorstände der Volksbank Stormarn, kennt man eigentlich nur mit orangenem Schlips. Ab nächstem Jahr will die Stormarner mit der Vierländer Volksbank verschmelzen. Für die Mitarbeiter wird nichts schlechter, für die Kunden sowieso nur alles besser. Aber eine entscheidende Schlacht scheint schon geschlagen zu sein. Auf einem von den Banken verbreiteten Foto sind die Vorstände zu sehen. Aber keine orangen Krawatten mehr. Stattdessen die blau-weiß gestreiften, wie sie bei den Vierländern üblich sind.

Andreas Olbertz