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Pressespiegel

27Sep

Stormarner Tageblatt vom 27. September 2017

Das Kringel-Logo ist gestoppt. Heftige Kritik von Linke und FBO am neue Marken-Entwurf für Bad Oldesloe / Diskussion zurück in den Hauptausschuss.

Erst mal auf Eis gelegt: Der aktuelle Entwurf für das neue Logo der Stadt. Repro:Nie

Bad Oldesloe. Ein neues Logo für Bad Oldesloe ohne die „veralteten Wellen aus dem vorigen Jahrhundert“. Eine Marke die „App-fähig“ ist, ein bunter Kreis, der das „O“ in Bad Oldesloe ersetzt und für eine unverwechselbare Eigenständigkeit sorgen soll – eigentlich sah es so aus, als würde der Entwurf einer Hamburger Agentur in der Stadtverordnetenversammlung abgesegnet – schließlich hatten sich die Hauptausschussmitglieder trotz einiger Zweifel für den Vorschlag ausgesprochen.

Doch es kam anders. „Ich habe mich bei Werbeexperten und Menschen, die etwas von Markenbildung verstehen, informiert und die haben mir bestätigt, dass wir hier über den Tisch gezogen werden. Der Preis ist zu hoch, das Ergebnis ist beliebig. Es ist schlichtweg eine Frechheit, was uns hier angeboten wird“, ergriff Hendrik Holtz (Linke) zuerst das Wort. „Ich will nicht, dass wir hier Geld aus dem Fenster schmeißen und bei den Haushaltsberatungen wird dann gejammert und ein soziales Projekt nach dem nächsten gestrichen, weil kein Geld da ist“, polterte er weiter. Im Gesamtpaket geht es um immerhin knapp 16 000 Euro.

„Wir als FBO sind ebenfalls gegen das Logo. Das bunte O geht gar nicht“, so Hinrich Stange: „Der Vortrag der Agentur hat manche Ausschussmitglieder offenbar geblendet und man ist auf die Vorstellung hereingefallen.“ Die FBO hätte gerne Alternativen gesehen und mehr Zeit zur Beratung. Außerdem forderte Stange, dass die Logos vom Kub sowie dem Travebad einbezogen werden.

„Ich bin verwundert, dass die FBO dann nicht im Hauptausschuss eine Vertagung als Antrag gestellt hat. Wenn da so großer Diskussionsbedarf besteht, wäre das doch notwendig gewesen“, fand Björn Wahnfried (SPD). „Wir hatten Bauchschmerzen, fanden den Vortrag der Agentur aber sehr schlüssig und überzeugend. Wenn jetzt so viel Kritik kommt und Beratungsbedarf besteht, dann würde ich anbieten – ohne dass da die ganze Fraktion hinter steht – dass das Thema in den Ausschuss zurückgeht und nochmal neu diskutiert wird und wir auch über Alternativen sprechen“, so der Sozialdemokrat weiter. Dieser Antrag wurde mit 17 Ja- bei vier Gegenstimmen und drei Enthaltungen angenommen. Damit geht die Diskussion über ein neues Logo im Hauptausschuss von vorne los.

„Ich finde es in Ordnung, dass es Widerstände gibt. Damit war zu rechnen und es zeigt ja auch, dass das Thema nicht egal ist. Es geht hier vor allem um ein Gesamterscheinungsbild, wie tritt die Stadt nach außen auf. Da hängt mehr dran, als nur ein Logo, daher freue ich mich, wenn wir darüber konstruktiv sprechen“, so Agnes Heesch, Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Bad Oldesloe. „Wir wollen doch keine Marke entwerfen, um die Oldesloer zu ärgern oder um die Politik zu nerven, sondern etwas auf den Weg bringen für die Zukunft. Das alte Logo wurde nicht richtig genutzt und gelebt“, bemängelt sie. Wenn jetzt gewünscht sei, das Kub-Logo einzubinden, sei das ein neuer Auftrag von dem bislang nie die Rede gewesen sei. Heesch: „Für die Entwicklung von der Homepage bis zu Flyern ist aber eine Entscheidung wichtig. Darauf sollten wir hinarbeiten im nächsten Ausschuss.“

Patrick Niemeier