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Pressespiegel

13Sep

Lübeker Nachrichten vom 13. September 2017

Radhaus rückt in greifbare Nähe. Seit mehr als zehn Jahren debattieren Oldesloer Politiker über eine Fahrradparkanlage am Bahnhof, in der Bikes diebstahlsicher untergebracht werden sollen. Jetzt zeichnet sich endlich eine Lösung ab: Der Bau- und Planungsausschuss (BPA) votierte am Montag für ein Modulsystem zum Parken von Rädern.

So ähnlich soll die modulare Fahrrad-Abstellanlage aussehen, die zwischen den Gleisen 4 und 5 gebaut werden soll. Vorausgesetzt, dass die die Stadtverordneten sich einig werden und dem Beschlussvorschlag des Fachausschusses folgen. FOTO/ILLUSTRATION: NAH.SH

„Zehn Jahre sind genug. Egal, ob Fürsprecher oder Widersacher: Ich würde es begrüßen, wenn wir die Anlage gebaut kriegen“, lautete Wolfgang Miers Appell an die Politiker. Mier ist Radfahrer, Pendler und wohnte als Zuhörer dem Ausschuss bei. „Bei der Sammelschließanlage gehen wir mit, damit wir die Kuh vom Eis kriegen“, sagte Uwe Rädisch (CDU). „Für uns macht das nur Sinn, wenn vier volle Module gebaut werden und nicht dreieinhalb, wie Nah.SH vorgeschlagen hat. Selbst wenn es teurer werden sollte“, machte Matthias Rohde die Haltung der FBO deutlich. Die vorgestellte Variante sei nur ein Vorschlag gewesen, erläuterte Bürgermeister Jörg Lembke. „Wenn Sie sich für die Anlage entscheiden, gibt es jederzeit die Möglichkeit, sie um Module zu erweitern“, so der Verwaltungschef.

„Wir von der SPD halten nach wie vor das automatisierte Radhaus für die bessere Möglichkeit“, so Hans-Hermann Roden. Drohte damit eine Lösung in Sachen Fahrradabstellanlage wieder zu kippen? Diesmal nicht. CDU und FBO waren Montag im BPA in der Mehrheit. Als es zur Abstimmung über die Beschlussvorschläge für die Stadtverordnetenversammlung kam, ging es zunächst um die Aufhebung des Sperrvermerks in Höhe von 645000 Euro: Hier herrschte Konsens. Die neun Vertreter von SPD, CDU, Grünen und FBO entschieden, die Gelder für die geplante Fahrradanlage freizugeben. Als nächstes stimmten sie darüber ab, den Beschluss der Schaffung von 120 Stellplätzen in einem automatisierten Radhaus aus dem Jahr 2014 aufzuheben. Mit fünf zu vier Stimmen wurde das vollautomatische Fahrradparkhaus damit vorerst ad acta gelegt. CDU und FBO waren dafür, SPD und Grüne dagegen.

Mit fünf Ja-Stimmen und vier Enthaltungen entschieden sich die Mitglieder des Ausschusses schließlich, am Bahnhof eine Fahrradanlage in modularer Bauweise mit zirka 120 Plätzen zu errichten. „Wir sind froh, dass sich FBO und CDU bewegt haben und finden diese Lösung besser als keine“, so das Fazit von Maria Herrmann. Jetzt müssen die Stadtverordneten entscheiden, ob sie den Beschlussvorschlägen folgen. „Nur als Hinweis, weil die Abstimmung so kritisch war: Sollten die Stadtverordneten den ersten Teil vom automatisierten Radhaus ablehnen und dem zweiten zustimmen, dann bauen wir beides“, warnte Bürgermeister Lembke schon mal vor.