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Pressespiegel

29Jul

Stormarner Tageblatt vom 29. Juli 2017

Stormarner Wochenschau

KARIKATUR: MEGI BALZER

Möge die Macht mit ihm sein

Rückkehr Erst tat sich lange Zeit gar nichts, dann wurde der Eröffnungstermin immer weiter nach hinten verschoben. Und als dann im Oho-Kino endlich der erste Film lief, war das einigen auch nicht recht. In sozialen Netzwerken wurde gelästert was die Tastatur her gab. Wie man denn ausgerechnet am Vogelschießertag eröffnen könne ... Gejagt wie die Jedi von der dunklen Macht. Oh, man, geht’s noch?

Das Kino ist wieder geöffnet, es werden auch aktuelle, interessante und sehr unterschiedliche Filme gezeigt, aber es ist noch nicht fertig. Deshalb ist die offiziellen Eröffnung auch erst Ende August geplant. Und auch dann wird das Oho nicht „fertig“ sein, wie Kinobetreiber Heinz Wittern und seine Kompagnons betonen. In den kommenden Jahren wird das Kino zu einem lebenden, sich immer wieder ändernden Organismus. Früher hat man sich die Nase an den Schaukästen platt gedrückt, Plakate und Szenenfotos bestaunt. Alles kalter Kaffee. Was läuft im Kino? Worum geht’s in dem Film eigentlich? Vom Programm auf der Homepage ist es nur ein kleiner Klick zum aktuellen Trailer und mit einem weiteren Klick wird gleich die Eintrittskarte gekauft. Das erwarten die Kunden heute. Das sind auf der technischen Seite Ansätze, die zeigen, wohin die Entwicklung geht. Auch inhaltlich steckt einiges in der Pipeline. In Kooperation mit der Musikschule könnte beispielsweise eine Musikfilm-Reihe gestartet werden. Fremdsprachige Filme, Green Screen, Schulkino-Woche, ja sogar ein Tag, an dem ein Filmclub das Programm gestaltet, ist geplant. An Ideen mangelt es Heinz Wittern nicht. Es müssen sich halt Partner finden, die dabei mitmachen und letztlich auch Kunden, die das Angebot annehmen. Denn durch Laberei und Kommentare auf Facebook ist noch kein Kino gerettet worden.

Abkehr Guck mal an. Ihren vollmundigen Ankündigungen lässt die neue Landesregierung tatsächlich innerhalb kürzester Zeit Taten folgen und legt einen Gesetzentwurf vor, der die Tangstedter Pferdesteuer verbieten soll. Als Außenstehender – zugegeben ohne Pferd – kann man da nur mit dem Kopf schütteln und Fragen: Habt ihr keine anderen Sorgen, gibt es nichts wichtigeres, um das ihr euch kümmern könnt? 150 Euro Pferdesteuer im Jahr ... 12,5 Euro im Monat. Klientelpolitik ohne Sinn und Verstand. Einmal mehr mischt sich das Land in die Hoheit der Kommunen ein. Warum? Nächstes Jahr sind Kommunalwahlen und dann können die Wähler in Tangstedt selber entscheiden, was sie wollen. Befürworten sie diese Politik oder strafen sie BGT und SPD für diese Steuer ab? Dann bliebe die Entscheidung da, wo sie hingehört, und diejenigen, die die Steuer ablehnen, müssten sagen, woher stattdessen die Einnahmen kommen sollen.

Aufbauarbeit Reinfeld hat jetzt eine Elektro-Zapfsäule und in Bad Oldesloe wird über die Sinnhaftigkeit der Erdgastankstelle von den Stadtwerken diskutiert. Was da online an Kritik kommt, ist zum Teil sicher berechtigt: Ich tanke da nicht, weil ich keinen heißen Kaffee bekomme. Wer tankt im Regen schon gerne ohne Dach überm Kopf? Warum werden diese oder jene Karten nicht unterstützt? Kann man drüber nachdenken. Aber über allem sollte doch die Frage stehen: Warum ist es Aufgabe der Kommune, dafür zu sorgen, dass Autofahrer günstig tanken können? A. Olbertz