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Pressespiegel

09Sep

Stormarner Tageblatt vom 9. September 2017

Hallenbad bleibt erstmal gesperrt. Schaden wurde zwar schnell behoben, Gesundheitsamt verlangt aber komplette Beprobung / Ergebnisse erst in zwölf Tagen.

Leere im Oldesloer Hallenbad. Die Ergebnisse von Wasserproben müssen abgewartet werden. nie

Bad Oldesloe. Die Wiedereröffnung des Oldesloer Hallenbades wird länger auf sich wartenh lassen. Der eigentliche Schaden ist zwar behoben, aber das Gesundheitsamt besteht auf einer kompletten Beprobung. Mit den Ergebnissen wird in etwa zwölf Tagen gerechnet. So lange muss das Travebad geschlossen bleiben. Davon erfahren spontane Schwimmbad-Besucher am Eingang leider nichts, weil das Personal keine Auskunft gibt.

Wie Schwimmbadchefin Ulrike Handwerk jetzt auf Nachfrage des Tageblatts mitteilte, ist am Dienstag ein „Steuerungs- und Stromrelais“ ausgefallen. Als Folge habe sich die Wasseraufbereitungsanlage selbst komplett runtergefahren. „Das betrifft wirklich alles“, sagt Ulrike Handwerk, „selbst den Druck der Duschen.“

Einige Probleme kann das Bad-Team selber lösen, für andere müssen örtliche Handwerker gerufen werden, aber in diesem Fall musste ein Techniker einer Fachfirma kommen. „Der hat am Mittwoch das kaputte Teil ausgetauscht und die Anlage ist sofort wieder angelaufen“, erklärt Handwerk. Also eigentlich wieder alles gut, könnte man meinen, doch so einfach ist es leider nicht.

Handwerk: „Das Gesundheitsamt möchte eine komplette Beprobung machen lassen.“ Vertreter unabhängiger Labore sind deshalb seit Freitagvormittag im Travebad, um Wasserproben zu nehmen. Nicht nur das Beckenwasser werde untersucht, sondern auch alle anderen Quellen wie Duschen, Waschbecken und ähnliches. „Wir sind froh, dass die Unternehmen heute schon gekommen sind“, verrät die Badchefin am Freitag. Nach zwei bis drei Tagen können die ersten Keimzahlen ermittelt werden. Bei Legionellen dauert es allerdings neun bis zwölf Tage, bis ein Ergebnis vorliegt.

„Mir blutet seit Dienstag schon das Herz, aber die Bebrütungszeit können wir leider nicht ändern“, bedauert Handwerk. Sie schließt aus, dass die Proben unzulässige Werte ergeben. „Unsere Anlage ist so gut, dass im Becken gar nichts sein darf“, stellt sie klar. Die Kombination aus Filtration und Behandlung mit UV-Licht führe zu erstklassigen Ergebnissen. Die Legionellen-Problematik in den Duschen sei gründlich aufgearbeitet und gehöre der Vergangenheit an.

Welcher finanzielle Schaden durch die Schließung entstehe, sei noch nicht ermittelt. Die „menschlichen Verluste“ wiegen für die Badebetriebsleiterin ohnehin viel schwerer. Da seien die Frühschwimmer, für die das Bad eine wichtige Kontaktbörse sei, oder Rehasportler, Rheumaliga sowie andere Patienten, für die der Besuch im Schwimmbad aus gesundheitlichen Gründen wichtig sei, bis hin zu den kleinen Badegästen, die einfach nur schwimmen lernen wollen.

Wie es kurz nach der vierwöchigen Sommerüberholung zu der Panne kommen konnte, ist für Ulrike Handwerk leicht erklärt: „Bei Ihnen fliegt doch auch mal eine Sicherung raus.“ Bei der defekten Platine handele es sich um ein „ganz normales Verschleißteil“.

Andreas Olbertz