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Pressespiegel

13Dez

Lübecker Nachrichten vom 12. Dezember 2013

Zum Abriss vorgesehen: Alufassade soll Neubau weichen

Die Investoren Hans-Joachim und Alexandra Weber sowie Architekt Friedrich-W. Groefke

Die Investoren Hans-Joachim und Alexandra Weber sowie Architekt Friedrich-W. Groefke (l.) stellten die Trave-Arkaden vor. Fotos: von Dahlen

Nach und nach füllen sich die Geschäfte in Oldesloes Innenstadt. Drogeriemärkte eröffnen Anfang 2014. Das Fachmarktzentrum Trave-Arkaden wird erst ein Jahr später fertig.

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Stachen noch vor einem Jahr viele rote Stellen auf dem Übersichtsplan von Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch hervor, so nimmt darauf inzwischen die Farbe Grün überhand. Immer mehr Läden, die bis dato leer standen, konnten inzwischen vermittelt werden. Die Hoffnung der neuen Pächter ist groß, dass die Oldesloer Innenstadt mit einer größeren Auswahl künftig mehr Kunden zu binden vermag.

Außer der Neuvermietung des Cafés am Markt, in dem es künftig nicht - wie die Stadtverwaltung meldete - maritime, sondern mediterrane Speisen geben wird, sind auch Verhandlungen mit Interessenten für die Schützenstraße 4 "kräftig in Bewegung geraten". Das teilte Pötzsch im Bau- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung mit. Dort würde sich gern ein Dienstleister ansiedeln. Einen Nachnutzer für das einstige Antiquariat in der Hamburger Straße gebe es auch schon. Derzeit liefen zudem die Ausbauten für die Erweiterung der Rossmann-Filiale in der Besttorstraße. Sie werde im Februar eröffnet, der neue Drogeriemarkt DM neben C&A am 16. Januar.

Keine Chancen sieht Pötzsch hingegen für eine Wiederbelebung des alten Kaufhauses Nickel, in dem zuletzt ein Teppichladen untergebracht war. Das mit Alublech verkleidete Haus könne nur noch abgerissen und das Grundstück neu bebaut werden. Interessenten gebe es schon, doch noch sei das Projekt aus eigentumsrechtlichen Gründen Zukunftsmusik.

Unmittelbar neben dem Innenstadtkern wächst aber noch ein weiteres Geschäftszentrum heran. Wenn es nach dem aus Osnabrück stammenden Investor gehen würde, so könnten die Kunden bereits Mitte Oktober 2014 in den Trave-Arkaden am Standort des alten Postgebäudes in der Lübecker Straße einkaufen. Doch daraus wird höchstwahrscheinlich nichts. Das Genehmigungsverfahren wird sich wohl noch so lange hinziehen, dass mit einer Eröffnung erst Anfang 2015 zu rechnen ist. So teilte es jedenfalls Petra Engert von der Bauverwaltung in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mit.

Der Entwurf für das neue Fachmarktzentrum ist noch einmal komplett überarbeitet worden. Statt des zuvor präsentierten massiven und nach außen weitgehend abgeschlossenen Baukörpers ist nun eine filigran strukturierte Fassade in Planung. Dazu tragen etwa Vordächer bei, zu dem die beiden zurückgesetzten und verglasten Eingänge sowie der Wechsel zwischen glatten und gerippten Fronten der einzelnen Gebäudeteile. Für das auf dem Dach vorgesehene Parkdeck ist nun auch ein zweiter Fluchtweg eingeplant.

Bis auf eine Fläche von 720 Quadratmetern sind die Trave-Arkaden nach Auskunft des Investors schon definitiv vermietet. Demnach wollen nicht nur die Drogerie-Kette Budnikowsky und ein Rewe-Supermarkt einziehen, sondern auch ein Bio-Laden.

Letzteres wiederum versetzt den Ladenflächenmanager in Habachtstellung. "Es ist ein Problem, wenn das Fachmarktzentrum Branchen aufweist, die es auch in der Innenstadt gibt. Ich würde mich freuen, wenn nur solche ausgewählt werden, die nicht weh tun", sagte er im Ausschuss. Er nahm damit Bezug auf bereits bestehende Geschäfte im Stadtkern, wie den Bioladen in der Oldesloer Hagenstraße oder das Reformhaus in der Mühlenstraße. Diese Läden seien gerade dabei, sich zu etablieren. Eine weitere Konkurrenz bereite ihnen womöglich Probleme.

Nicht vermittelbar

Als hoffnungsloser Fall scheint derzeit die Vermietung des einstigen  "Ihr-Platz"-Geschäfts. Rosemarie Behrend (SPD) hatte sich im Ausschuss erkundigt, ob die Bedingungen tatsächlich so unüberwindbar seien. Laut Ladenflächenmanager Stefan Pötzsch gab es zigfach Anfragen für das 84 Quadratmeter große Geschäft. Die prominenteste sei vom Modehaus Gerry Weber gekommen, die mit einem Partner einziehen wollten. "Sie wollten sogar einen 15-Jahres-Vertrag abschließen", sagte Pötzsch. Als dies scheiterte, habe er sich komplett zurückgezogen. dvd