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Pressespiegel

12Mai

Lübecker Nachrichten vom 12. Mai 2017

Zu viele Überstunden in Verwaltung. 26 Stellen sind bei der Stadt derzeit unbesetzt und das schafft ein Problem: Überstunden.

Kim Meyer

„Ein großer Berg hat sich da mittlerweile angesammelt“, sagt Bürgermeister Jörg Lembke (parteilos). Seit 2013 ist die Zahl rapide angestiegen. Damals machten die 246 Mitarbeiter insgesamt rund 5110 Überstunden im Jahr. 2014 stieg die Zahl dann schon auf 5295, im Jahr darauf auf 6741.

Noch schlimmer sah es im vergangenen Jahr aus: 9177 Überstunden wurden insgesamt geleistet, die meisten davon im Hauptamt. „Wir haben es schon untersagt, weitere Überstunden anzusammeln“, sagt der Bürgermeister, „und wir suchen eine Lösung, wie die bisherigen abgegolten werden können. Das ist aber gar nicht so einfach.“

Für die unbesetzten Stellen müssten dringend Mitarbeiter gefunden werden. Das werde aber immer schwieriger und gleichzeitig ist die Fluktuation hoch. „Wir sind überaltert in der Verwaltung“, sagt Lembke. 80 Prozent der Mitarbeiter seien älter als 40 Jahre. „In den kommenden Jahren gehen einige Mitarbeiter in Rente“, sagt der Bürgermeister. „Die Konkurrenz zwischen den Verwaltungen ist extrem hoch, mittlerweile wird auch in diesem Bereich massiv abgeworben.“

Die Personalkosten sind mit 14,5 Millionen Euro der größte Kostenfaktor für die Stadt. Sie machen ganze 23 Prozent aus. „Einsparen können wir hier aber nicht mehr“, sagt Lembke. „Es sind schon viele Stellen unbesetzt. Damit wurden zwar 400000 Euro gespart, aber die Arbeit ist nicht zu leisten.“ Die Kosten werden in diesem Bereich eher steigen. Schließlich hofft der Bürgermeister, dass die Stellen bis Ende 2017 besetzt sind. „Und in diesem Jahr gibt es noch eine Tarifanpassung“, sagt er. „Auf uns kommen deshalb erhebliche Mehrkosten - im sechsteiligen Bereich - zu.“