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Pressespiegel

11Mai

Stormarner Tageblatt vom 11. Mai 2017

Beschluss vertagt – Geringschätzung?

Bad Oldesloe

Seit Jahren wird über eine Sanierung der städtischen Obdachlosenunterkunft an der Kreuzung Lübecker Straße/Berliner Ring diskutiert. Aber passiert ist bislang nichts. Auf Antrag der SPD stand das Thema jetzt wieder auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

„Macht es Sinn, daran noch rumzusanieren oder sollte man das Haus nicht lieber abreißen und neu bauen?“, umriss Bürgermeister Jörg Lembke die aktuelle Frage. Ihm schwebt vor, von einem privaten Investor auf dem Eckgrundstück einen Neubau errichten zu lassen. So könnte dort dringend benötigter günstiger Wohnraum geschaffen werden und die Stadt würde einen Teil für die Obdachlosenunterbringung anmieten.

Eigentlich ist eine Sanierung längst beschlossen, das Geld dafür steht auch bereit – bis die Frage aufgeworfen wurde, ob an der Kreuzung nicht ein Kreisverkehr sinnvoll wäre, für den das Gebäude geopfert werden müsste. Inzwischen ist per Gutachten geklärt: Ein Kreisverkehr bringt dort nichts.

Mit einer Sanierung könnte sofort begonnen werden, für einen Neubau gibt es bislang nichts konkretes. Bürgermeister Lembke machte lediglich deutlich, die wenigen Obdachlosen dort, könne die Stadt „temporär anderweitig unterbringen“. Auch Büroräume für die städtische Obdachlosen-Betreuerin Beatrice Schmidt seien selbstverständlich kein Problem. „Mir würde es extrem schwer fallen, die Verzögerungen nicht als Geringschätzung der Arbeit zu empfinden“, sagte Boris Bouchon, Vorgesetzter von Schmidt. „Es wird Zeit, dass wir das endlich vom Tisch bekommen“, erhöhte Angelika Studtmann (CDU) deshalb den Druck auf die Verwaltung. Doch weil konkrete Zahlen – was welche Variante kosten würde – fehlten, konnte kein Beschluss gefasst werden.

Zur Juli-Sitzung des Bauausschusses soll das anders werden. Dann will die Verwaltung eine Sitzungsvorlage mit Kosten- und Zeitplan vorlegen. ol