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Pressespiegel

07Apr

Lübecker Nachrichten vom 7. April 2017

Projekte ja, Beteiligung am Bau nein

Um finanzielle Hilfe für einen Anbau haben Mitglieder des Türkisch-islamischen Kulturvereins aus Bad Oldesloe bei der Stadt gebeten. Da die Meslana Moschee Anlaufstelle für viele Flüchtlinge sei, reiche der Platz nicht mehr, um Jugendlichen und Frauen einen Treffpunkt zu bieten oder Feste zu veranstalten. Im Oldesloer Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss fragte der Verein an, ob und in welcher Höhe sich die Stadt an den auf 30 000 Euro geschätzten Kosten beteiligen könne.

„So wie wir die Jugendarbeit der lutherisch-evangelischen Gemeinde fördern, können wir auch die islamische unterstützen“, sagte Hajo Krage (SPD). „Wenn wir aber ein Gebäude fördern sollen, dann geht das etwas zu weit.“ Zudem gehe aus der Anfrage nicht hervor, ob es sich um ein kulturübergreifendes oder nur ein internes Projekt handele. Das bejahten Vertreter des Vereins. Die Räume sollten auch Christen und nicht explizit türkischen Mitbürgern offen stehen, hieß es.

Krages Einwand schlossen sich die Mitglieder des Ausschusses mehrheitlich an. Auch Angela Fehrmann (CDU) machte deutlich, dass ausschließlich die inhaltliche Arbeit im Vordergrund stehe, wenn die Stadt Geld im Jugendbereich beisteuere. „Wir können nicht den Bau, sondern nur projektbezogen fördern“, sagte sie.

Aygün Caglar (CDU), selbst Besucher der Moschee, berichtete von der Sorge in der Gemeinde, dass sich Heranwachsende radikalisieren könnten. Schon vor längerer Zeit hätten Salafisten versucht, Jugendliche zu beeinflussen und von Bad Oldesloe in eine Moschee nach Hamburg zu lotsen. Sie sei inzwischen nach Razzien geschlossen worden. In der Gemeinde wolle man den Jugendlichen nun präventiv in Bad Oldesloe mehr bieten. dvd