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Pressespiegel

07Apr

Lübecker Nachrichten vom 7. April 2017

Bangen um Förderung für Street-Workout. Als Trostpflaster soll die bestehende Skateranlage mit einem Slappy Randstein ausgerüstet werden.

Bürgermeister Jörg Lembke zeigt, was sich hinter dem Begriff Slappy Randstein verbirgt: eine trickige Schikane für Skater. FOTO: D. VON DAHLEN

Inzwischen haben sie schon Routine, ihre Wünsche vor einer größeren Menschenmenge vorzutragen. Doch besonders glücklich wirkten Annika Heinz, Laura Luban und Svea Müller vom Oldesloer Kinder- und Jugendbeirats nicht, als sie am Mittwochabend im Bildungs-, Sozial- und Kulturausschuss erneut für den beschleunigten Bau des bereits 2014 geplanten Street-Workout-Parcours vorsprachen.

Sie baten das Gremium, den Startschuss für das Projekt zu geben, ohne Fördermittel zu beantragen. „Sie dürfen nicht vergessen, dass viele Jugendliche, die darauf gewartet haben, Erstwähler sind. Wenn es dieses Jahr wieder einen Rückschlag gibt, beteiligen sie sich nicht mehr“, sagte Annika Heinz.

So richtig wohl schienen sich aber auch die Mitglieder des Ausschusses nicht zu fühlen. „Es zerrt an uns hin und her. Ich kann die Kinder und Jugendlichen verstehen. Sie haben versprochen bekommen, dass ein solcher Parcours gebaut wird und jetzt vertrösten wie sie wir von Jahr zu Jahr“, sagte Torben Klöhn (SPD). Letztlich nehme die Glaubwürdigkeit der Politik Schaden. „Ich war der Ideengeber für den Parcours, aber so leid es mir tut, wir müssen versuchen, die 100000 Euro Förderung zu bekommen“, sagte Aygün Caglar (CDU). Die Stadt sei darauf angewiesen. Bei jedem Verein, der nur 500 Euro beantrage, diskutierten die Ausschussmitglieder, ob die Ausgabe möglich sei. „Wir müssen einfach ausprobieren, ob es klappt“, sagte Caglar.

Eingetroffen war der Antrag bei der Aktivregion Holsteins Herz ohnehin schon, wie Fachbereichsleiter Thomas Sobczak mitteilte. Die Frage von Maria Herrmann (SPD), welche Chancen dem Projekt eingeräumt werden, vermochte er nicht zu beantworten. Als Mitglied des Beirats erklärte sie, dass ein Kontakt zum Regionalmanagement sehr hilfreich sei. „Wir haben den Antrag nicht in kleinen Häppchen, sondern in enger Abstimmung mit Holsteins Herz vorbereitet“, sagte Sobczak. „Dort weiß man auch um die Situation in Bad Oldesloe. Es besteht also begründete Hoffnung, dass es etwas wird.

Hajo Krage machte seinem Ärger Luft, dass das Projekt nicht rascher bearbeitet und auch der Förderantrag „auf den letzten Drücker“ abgegeben worden sei. Er verwies darauf, dass der Vorstand von Holsteins Herz am 12. Juni tage und drängte darauf, dass die Planung bis dahin so weit stehen müsse, dass unverzüglich ausgeschrieben werden könne, wenn die Aktivregion das Geld bewillige.

An die Jugendlichen gewandt, sagte Bürgermeister Jörg Lembke: „Sie haben völlig recht. Die Lage ist misslich, wenn sich der Baubeginn verzögern sollte. Aber das muss nicht sein.“ An der Ausschreibung des Projekts werde mit Hochdruck gearbeitet und letztlich stehe der Weg, auf die Fördermittel zu verzichten, immer noch frei. „Um etwas die Luft rauszunehmen, wollen wir die bestehende Anlage um einen Slappy Randstein erweitern. Aber nicht sofort“, beeilte sich Lembke, hinzuzufügen.dvd