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Pressespiegel

30Nov

Lübecker Nachrichten vom 30. November 2013

Bad Oldesloe bleibt noch bei Holsteins Herz

Dr. Sylvina Zander und Bürgermeister Tassilo von Bary hinter dem Schild zum Salzpfad

Über 17 270 Euro für den Salzpfad freuen sich Dr. Sylvina Zander und Bürgermeister Tassilo von Bary. *Foto:Bosslet

Die Stadt nutzt das Jahr 2014, um Geld für den Salzpfad abzurechnen. Ob sie danach Mitglied bleibt, ist fraglich.

Von Kerstin Kuhlmann-Schultz

Bad Oldesloe - Um die noch laufenden Förderungen durch die Aktiv-Region Holsteins Herz nicht zu gefährden, bleibt die Stadt Bad Oldesloe- zumindest für das Übergangsjahr 2014 - noch Mitglied in dieser Projektgemeinschaft. Über den Beitritt im Rahmen der neuen Förderperiode, die von 2014 bis 2020 dauert, entscheiden die Politiker erst, wenn die Fördervoraussetzungen vorliegen.

"Wir wollen 2014 noch Mitglied bei Holsteins Herz sein, um die Fördermittel für den Salzpfad nicht aufs Spiel zu setzen", erläuterte die Vorsitzende des Hauptausschusses, Angela Fehrmann (CDU) bei der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Denn der Salzpfad, der in diesem Jahr erstellt wurde, ist noch nicht abgerechnet. Von den 37 366 Euro, die die Einrichtung gekostet hat, erhält die Stadt 17 270 Euro aus dem Fördertopf von Holsteins Herz.

Dabei hat Oldesloe 63 463 Euroan Mitgliedsbeitrag in den Jahren 2007 bis 2013 gezahlt, nämlich 50 Cent pro Einwohner pro Jahr. Insgesamt hat die Stadt 24 334 Euro für Projekte zurückbekommen -und damit 39 128 Euro mehr eingezahlt, als sie selbst erlöst hat. Zusätzlich zu dem Geld für den Salzpfad gab es Unterstützung von 7064 Euro für die Restaurierung der Deckenmalereien von Wenzel Hablik an der Theodor-Storm-Schule. Gleichzeitig hat die Stadt durch ihre Beiträge aber den Weg für Privatleute bereitet. Für den Besitzer des Gutes Blumendorf beispielsweise.Der hat einen Antrag auf Förderung für die Sanierung seiner Torhäuser gestellt. Er erhält 216 268 Euro bei Kosten von 817 914 Euro.

Die Stadt bleibt aber nicht nur übergangsweise in der Aktivregion um den Salzpfad abrechnen zu können. Sie muss sogar Mitglied bleiben, falls sie darauf setzt, auch der neuen Förderperiode 2014 bis 2020 von Holsteins Herz anzugehören. Hat sie das Übergangsjahr nicht finanziell unterstützt - es geht hier um 12 500 Euro - ist eine weitere Mitgliedschaft nämlich nicht mehr möglich.

"Ich bin immer eher eine Verweigerin der Geschichte gewesen", erklärt SPD-Fraktionschefin Maria Herrmann. Ihrer Ansicht nach wurde immer mehr Geld einbezahlt als später für Projekte zurückkam. Aber "mittlerweile muss ich diesen Ball an die Verwaltung spielen und sagen, dass sie mehr rausholen könnte". Herrmann plädiert dafür, selber Anstöße zu geben - wenn denn die Entscheidung für einen Verbleib in der Aktivregion fällt. "Die Ideen müssen von Externen kommen", meint sie. "Wir brauchen eine attraktive Innenstadt, an der Gestaltung des Marktplatzes muss gearbeitet werden - und ich meine nicht nur das Pflaster", fügt der Stadtverordnete Volker Evers hinzu. Der Markt müsse wieder Kommunikations-Zentrum werden. Auch das Thema Tourismus sollte eine Rolle spielen.

Die Oldesloer CDU setzt ebenfalls auf eigene Ideen. "Wir sollten der Verwaltung Punkte aufgeben",regt Fraktionschef Horst Möller an und erinnert an den Vorschlag, einen Wasserspielplatz einzurichten: "Das hatten wir schon im Wahlprogramm." Erst einmal müsse aber abgewartet werden, wie die neue Förderperiode überhaupt aussieht.

"Bisher waren die Förderfelder eng abgesteckt. Für Städte gab es nicht so viele Möglichkeiten", so Möller, der weiß, dass die Antragsverfahren aufwändig sind. Es sei ein großer Aufwand, um am Ende "wenig Geld zu bekommen ". Aufwand und Nutzen stünden in keinem Verhältnis.

Zukunft der Aktiv-Region

Um die Entwicklung in der Region auch von 2015 an voranbringen zu können, muss Holsteins Herz in den kommenden Monaten eine Integrierte Entwicklungsstrategie entwickeln. Vom Inhalt ist abhängig, ob das Land Schleswig Holstein Holsteins Herz auch weiterhin als Aktiv-Region anerkennt. Mit der Entscheidung steht und fällt die weitere Unterstützung für die Region.