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Pressespiegel

29Mär

Stormarner Tageblatt vom 29. März 2017

Ideenwettbewerb: Aus jetzt besiegelt.

Bad Oldesloe Wer wusste wann was genau über den Ideenwettbewerb für das ehemalige Gelände der VHS an der Königstraße? Plötzlich stand diese Frage in der Stadtverordnetenversammlung im Mittelpunkt. „Ich habe in der Vorlage ausführliche Informationen über den Wettbewerb gefunden. Da sind Punkte drin, die man durchaus diskutieren könnte. Ist das im Bauausschuss passiert?“, fragte Birgit Reichardt-Mewes (CDU) in Richtung der Bauausschussvorsitzenden Maria Herrmann (SPD). „Hätte ich es nicht eingefordert, würden Sie sie nicht mal heute sehen“, entgegnete Herrmann, denn bei der Ausschreibung handele es sich um reines Verwaltungshandeln.

CDU und FBO hatten gemeinsam den Antrag gestellt, dass das Wettbewerbsverfahren ausgesetzt wird und die Stadt in Verhandlungen mit dem interessierten Investor tritt, der bereits das St.-Jürgen-Stift und die Moog-Villa gekauft hatte. Da die CDU nun deutlich machte, nicht alle Informationen zum Wettbewerb gelesen zu haben, versuchte die SPD den Tagesordnungspunkt zu vertagen. Doch bei einer Enthaltung von Reichardt-Mewes ging die Abstimmung zwölf zu zwölf aus. Die mögliche Rettung des Wettbewerbs war damit gestorben.

„Sie stellen es so dar, als gäbe es keine anderen Investoren. Das ist Blödsinn. Bad Oldesloe liegt im Hamburger Speckgürtel. Wir haben Sahnestücke“, war Hendrik Holtz (Linke) entsetzt über den Verzicht auf andere kreative Ideen und erntete dafür zum Leidwesen von Wolfgang Schmidt Applaus von den Zuschauern. „Es gibt interessierte Investoren und Architekten, die bereits in den Ausschüssen waren. Schade, dass auf andere, vielleicht bessere, Ideen verzichtet wird“, argumentierte Maria Herrmann. Horst Möller wehrt sich gegen Vorwürfe, man werfe sich quasi devot vor dem einen Investor in den Staub: „Wir haben keine Bestechungsgelder angenommen und auch keine Drogen.“ CDU, FBO und der fraktionslose Wolfgang Schmidt, sprachen sich gegen den Wettbewerb und für Verhandlungen mit dem Investor.

„Wenn die Stadt und die Politik Mitspracherecht möchten, – zum Beispiel welcher Baum stehen bleibt und ob das Gebäude abgerissen wird – dann wird es allerdings eine Ausschreibung geben, an der sich andere Investoren beteiligen können“, stellte Bürgermeister Jörg Lembke klar. Nun soll im Bau- und Planungsausschuss und erneut auch im Umweltausschuss beraten werden, wie weiter verfahren wird.

Patrick Niemeier