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Pressespiegel

24Mär

Lübecker Nachrichten vom 24. März 2017

Zank um Silbernen Schlüssel. SPD scheiterte im Hauptausschuss mit dem Antrag, den Ehrenpreis künftig nicht sponsern zu lassen.

Erneut ist über die Vergabe des Silbernen Schlüssels für Ehrenamtliche im Oldesloer kontrovers diskutiert worden. Nach Meinung der SPD soll der Hauptausschuss letztlich entscheiden, welcher der von Bürgermeister und Bürgerworthalter vorgeschlagene Kandidat die Auszeichnung bekommen soll.

Ein Sponsoring des Schlüssels lehnt die Fraktion kategorisch ab. Hajo Krage (SPD) sagte, es müsse der Stadt ein Bedürfnis sein, die Geschenke für Ehrenbürger selbst zu zahlen, sonst bestehe die Gefahr der Einflussnahme. Dem schlossen sich Wilfried Janson (Grüne) und der Vertreter der Linken, Hendrik Holtz an.

Kopfschütteln rief das in den Reihen der CDU hervor. Horst Möller gab zu bedenken, dass Firmen die Möglichkeit genommen werde, eine engere Beziehung zur Stadt zu dokumentieren. „Man kann sich über Sponsoren aufregen, aber ich halte es für wichtig, Unternehmen mit einzubeziehen“, sagte etwa Fraktionschef Horst Möller.

Die Einwände seiner politischen Gegner bezogen sich in erster Linie auf die Wahl des jüngsten Sponsors. „Die Asklepios-Klinik ist ein Big Player, der sich überall einkauft. Ich unterstelle keine bösen Absichten. Aber wenn schon, dann sollten eher kleinere Firmen wie August Ernst in Betracht kommen“, sagte Hendrik Holtz. Dessen ungeachtet sehe er ein Sponsoring als überflüssig an. Wer fürs Ehrenamt spenden wolle, könne das auch so tun.

Bürgerworthalter Rainer Fehrmann merkte an, dass Asklepios als Sponsor schon im Dezember bekannt gewesen sei. Damals habe niemand darauf reagiert. „Im Übrigen ist die Klinik ein Arbeitgeber in Bad Oldesloe, dem nichts ankreidbar ist“, setzte Fehrmann hinzu.

Nach Auskunft von Rainer Fehrmann kostet die Anfertigung des Silbernen Schlüssels 400 Euro. Bislang sei diese Summe nie durch städtische Kassen gegangen. Der Sponsor habe ihn stets anfertigen lassen und zum Neujahrsempfang mitgebracht. „Bisher hat es keinen Versuch der Einflussnahme gegeben“, setzte er hinzu. In allen drei Fällen habe es sich wohlweislich nicht um „Frontleute“ gehandelt, die „pausenlos erwähnt werden“. Der Antrag der SPD wurde mit knapper Mehrheit abgelehnt.