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Pressespiegel

23Mär

Stormarner Tageblatt vom 23. März 2017

Jugendbeirat fühlt sich „veräppelt“. Große Verärgerung wegen Verzögerung der Skateland-Sanierung / Politiker sagen Baubeginn spätestens im Herbst zu.

Bad Oldesloe

Der Frust sitzt tief, der Ärger ist groß. Seit Jahren setzen sich Jugendliche für eine Modernisierung des Skatelands auf dem Exer ein, machen sich für eine Street-Workout-Anlage stark. Alles diskutiert, geplant, bewilligt und durchfinanziert. Doch kurz vor Baubeginn fällt der Verwaltung ein, dass es Fördermittel geben könnte – 100 000 Euro. Das Projekt liegt auf Eis (wir berichteten).

„Wir lassen uns nicht länger vertrösten und veräppeln“, findet Florian Raab vom Kinder- und Jugendbeirat deutliche Worte. Schließlich habe man den Jugendlichen bei Verzögerungen 2016 versprochen, 2017 werde gebaut, sobald es keinen Frost mehr gebe. „Uns geht die Lust verloren. Irgendwann sind wir nicht mehr da. Wir verlieren die Motivation und glauben nicht mehr daran“, so Nico Pohlmann, der sich ebenfalls seit mehreren Jahren für das Projekt engagiert. „Bürgermeister Jörg Lembke hat versprochen, dass er uns immer unterstützt und dass er bei Jugendprojekten keine Verzögerungen zulassen wird. Daran werden wir ihn deutlich erinnern“, so Svea Müller aus dem Jugendbeirat. Ein Gespräch mit dem Bürgermeister nach der Sitzung verlief ergebnislos, hat den Frust nur noch vergrößert.

„Ich finde es wirklich unglücklich und komplett falsch, wie hier mit den Engagierten umgesprungen wird“, findet auch Katrin Stehr von der Stadtjugendpflege kritische Worte in Richtung ihrer Verwaltungskollegen. Aus der Lokalpolitik bekommen die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats Rückendeckung. Hildegard Pontow (CDU) machte in der jüngsten Sitzung deutlich: „Wir sind auch sehr verwundert gewesen, dass die Verwaltung erst jetzt mit der Idee einer Förderung um die Ecke kommt. Das darf zukünftig so nicht mehr passieren. Der Bau sollte spätestens im Herbst beginnen, egal ob es Fördergelder gibt oder nicht. Wir haben das Geld schließlich im Haushalt schon bewilligt.“

Auch Rosemarie Behrend (SPD) besuchte den Beirat und zeigte sich verwundert über das Vorgehen der Verwaltung. „Für Förderanträge ist doch extra eine Kraft zuständig. Wie kann dann so etwas passieren? Wir werden gemeinsam mit der CDU einen Antrag vorbereiten, dass in Zukunft jedes Projekt dieser Größenordnung direkt auf Fördermöglichkeiten überprüft wird“, so Behrendt.

Die Jugendlichen aus der Skateland-Beteiligung schlugen vor, sich selbst bei „Holsteins Herz“ zu melden und zu sagen, dass man die Förderung nicht wolle. „So geht es dann auch nicht“, kritisierte Hildegard Pontow: „Einfach 100 000 Euro ausschlagen – ich denke, das ist auch mit der Politik nicht zu machen“, erklärte Pontow. P. Niemeier