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Pressespiegel

16Mär

Stormarner Tageblatt vom 16. März 2017

Millionenzuschüsse für Oldesloer Fußgängerzone. Gute Aussicht auf Aufnahme in neue Programme / Kiel sieht Förderbedarf für die Innenstadt.

Bad Oldesloe Das ist doch mal eine positive Nachricht. Bad Oldesloe könnte demnächst in ein neues Förderprogramm für die Innenstadt aufgenommen werden. Für die Sanierung von Marktplatz, Hindenburg- und Mühlen-Straße würden Millionen-Zuschüsse in die Kreisstadt fließen. Schon länger machen Gerüchte um Sperrungen und jahrelange Bauarbeiten in der Innenstadt die Runde – Grund genug für Bauausschuss-Vorsitzende Maria Herrmann (SPD) das Thema auf die Tagesordnung zu heben.

Viel Konkretes gab es für die Zahlreichen Zuhörer allerdings nicht. Ein Blick zurück. Seit etwa zehn Jahren ist die Stadt im Förderprogramm „Stadtumbau West“. Der Umbau des Amtsgerichts zum Kub ist eines der großen Projekte aus dem Topf. Die Sanierung der Bahnhofstraße, der Kurpark-Kreisel und die Brunnenstraße ebenfalls. In diesem Jahr werden die Sanierung der Besttorstraße, der Bau des Kreisel am Sülzberg/Bahnunterführung und der historische Friedhof eingereicht. Das ganz lief ja nicht immer rund. Häufiger war von atmosphärischen Störungen zwischen Oldesloe und Kiel zu hören. Weil eine Sachbearbeiterin gewechselt hatte, standen Projekte plötzlich auf der Kippe. Der damalige Finanzminister Rainer Wiegard (CDU) war eingeschaltet worden, immer wieder war zu hören, wie schwierig es doch mit der Zusammenarbeit sei.

Doch inzwischen weht wohl ein ganz anderer Wind. Die bisherigen Projekte würden in Kiel „positiv wahrgenommen“. Bauamtsleiter Thilo Scheuber: „Es ist erkannt worden, dass hier Förderbedarf besteht. Wir sind gefordert, einen qualifizierten Antrag zu stellen. Da ist Optimismus angesagt.“ Ursprünglich war die Stadt davon ausgegangen, dass die Fördermöglichkeiten erschöpft seien. Neuerliche Gespräche hätten aber ergeben, dass es durchaus möglich erscheint, dass die Stadt nochmals in Förderprogramme aufgenommen wird. Die Fußgängerzone würde dann als Bindeglied zwischen den Fördergebieten am Besttor und dem Kub auf der anderen Seite aufgefasst. Oldesloe bekäme die Chance, die komplette Fußgängerzone in einem Gesamtkonzept zu überplanen.

Im Bauamt sieht man die Hagenstraße unabhängig von irgendwelchen Fördermöglichkeiten. Mit deren Sanierung müsse „unverzüglich begonnen“ werden. Noch gebe es dazu allerdings keine konkreten Pläne. „Wir wissen nur, dass wir diese Jahr planen und nächstes Jahr bauen möchten“, erklärte Scheuber auf Nachfrage. Die Stadtwerke müssten wegen neuer Leitungen eng einbezogen werden. Er geht davon aus, dass ein kompletter Neuaufbau nötig wird. Die Arbeiten könnten zwei Jahre dauern. Bürgermeister Jörg Lembke deutete an, dass die Straße abschnittsweise gesperrt werde und so zumindest teilweise befahrbar und Parkplätze erreichbar blieben. Welche Auswirkungen das auf die Marktbeschicker hat, ist noch ungewiss. Bürgermeister Lembke stellte klar: „Wir können nicht garantieren, dass der Markt während der ganzen Bauphase anfahrbar bleibt.“

Die 25-jährige Förderbindung für den Marktplatz ist abgelaufen. Einer möglichen Sanierung stehen von der Seite keine Hindernisse im Weg. Die Stadt müsste bei einer Neugestaltung keine Gelder zurück zahlen. „Wir wollten mal Hagenstraße und Markt gemeinsam machen, um eine Planung aus einem Guss zu bekommen“, brachte Hans-Hermann Roden in Erinnerung. Doch diese Überlegungen dürften sich angesichts der neuen Fördermöglichkeiten erledigt haben.

Andreas Olbertz