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Pressespiegel

07Mär

Stormarner Tageblatt vom 7. März 2017

Jugendbeirat offen für alle. Kandidaten müssen nicht in Oldesloe wohnen, aber ihren Lebensmittelpunkt in der Kreisstadt haben.

Bad Oldesloe

Ist das jetzt der erhoffte große Schritt für eine bessere Zukunft des Oldesloer Kinder- und Jugendbeirats? Schon immer krankt das Gremium daran, dass zu wenig Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren kandidieren. „Viele engagierte Schüler oder auch Vereinsmitglieder, die ihren Lebensmittelpunkt in Bad Oldesloe sehen, kommen nicht unbedingt aus dem Oldesloer Stadtgebiet“, weiß Kathrin Stehr von der Stadtjugendpflege.

Aktuell hat Oldesloe einen fünfköpfigen Kinder- und Jugendbeirat, eingesetzt von den Stadtverordneten, der reguläre Wahlen vorbereiten möchte. Dazu gehört aus Sicht der Beiratsmitglieder, dass auch Kandidaten gewählt werden dürfen, die nicht in Bad Oldesloe leben, sich hier vor Ort aber einbringen möchten, weil sie zum Beispiel hier zur Schule gehen oder in einem Oldesloer Verein aktiv sind. Dazu ist eine Änderung in der Satzung des Beirats notwendig. Aktuell musste mit Insa Kerssenbrock eine Schülerin ausgeschlossen werden, weil sie nicht in der Kreisstadt wohnt.

Die Mitglieder des Bildungs- Sozial- und Kulturausschusses hatte kürzlich einer überarbeiteten Satzung zugestimmt. Auf Antrag der CDU wurde allerdings eine Einschränkung eingebaut: Mindestens die Hälfte der Beiratsmitglieder muss aus Oldesloe sein.

Völlig überraschend beantragte CDU-Fraktionsvorsitzender Horst Möller die Streichung der durch seine Partei erst eingeführten Mindest-Klausel. Der Vorstoß im BSKA sei unnötig gewesen und hätte alles nur verkompliziert. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen. Bei den Wahlen im November 2017 können jetzt auch Kinder und Jugendliche als Kandidaten antreten, die „ ihren Lebensmittelpunkt in Bad Oldesloe haben“.

Bis dahin möchte der Übergangs-Beirat aber noch mindestens zwei Aktionen organisieren. In der Stadt ist eine „Mr. X“-Jagd als eine Art digitale Schnitzeljagd geplant. Außerdem wollen die aktuell fünf Mitglieder einen Kinoabend in der Schwimmhalle vorbereiten. Allerdings gestalten sich die Vorbereitungen dafür aufwändiger als erwartet. „Wir sind auf einem guten Weg, müssen aber noch ein paar Gespräche mit den Stadtwerken führen. Generell wollen wir das Projekt umsetzen, es ist aber noch nicht entschieden, wann und wie genau“, so Laura Lubahn. Patrick Niemeier