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Pressespiegel

22Nov

Preiserhöhungen für Oldesloer Hallenbad vorerst abgeschmettert

CDU-Fraktion hat in allen Kategorien für Aufschläge plädiert. Stadtwerkechef Jürgen Fahl rät dringend von Ein-Euro-Schnupperwoche ab.

Politikerinnen und Politiker während des Hauptausschusses

Flaschen leer? Bürgermeister Tassilo von Bary drohte an, dass es wegen der Haushaltssperre wohl keine Getränke während der Sitzungen ge- ben wird, zog dies ob des allgemeinen Protests aber zurück. Foto: dvd

Lübecker Nachrichten vom 22. November 2013

Bad Oldesloe - Für Amüsement hat die Sanierung des Oldesloer Hallenbades bislang wirklich nicht gesorgt. Zu viele Pannen hatten immer wieder eine baldige Eröffnung vereitelt. Doch als in der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung die Frage laut wurde, wann es nun soweit sei, entlud sich allgemeines Gelächter, in das Stadtwerkeleiter Jörg Fahl hineinsprach: "Im Moment noch könnte es Mitte Dezember werden." Es stünden noch die Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen aus und die Prüfung der Brandmelder. In zwei Wochen lasse sich die Frage aber mit größerer Sicherheit beantworten.

Die Fröhlichkeit wich schlagartig, als es zur Debatte um die künftige Preisgestaltung kam. Horst Möller, Chef der CDU-Fraktion, brachte einen Antrag ein. Angesichts des Gewerbesteuereinbruches sei der Vorschlag, die Preise für ein Jahr auf dem alten Niveau zu belassen, nicht mehr haltbar. Die CDU-Fraktion schlage deshalb eine sofortige Erhöhung des Eintritts vor. "Wir wollen Anfang des Jahres über Einsparungen reden, da können wir nicht auf dem niedrigen Niveau bleiben", sagte Möller.

Im Gegensatz zu den Vorschlägen, die die Arbeitsgruppe vorgelegt hat, soll nach Meinung der CDU die Erwachsenenkarte nicht vier, sondern fünf Euro kosten. Kinder und Jugendliche sollen ebenso mehr berappen, nämlich 2,50 Euro statt zwei Euro. Auch in den anderen Preiskategorien würde die Fraktion gern Erhöhungen vornehmen. Zudem gab Möller zu bedenken, dass die vorgesehene Sperrung von drei Bahnen für den Schul- und Vereinssport während der allgemeinen Öffnungszeiten eine zu große Einschränkung für die anderen Gäste bedeuten würde. Die Hälfte des Bades sei dann nicht nutzbar, obgleich alle den vollen Preis zahlten.

"Nicht mit uns", wies Grünenfraktionschef Wilfried Janson gleich die Preiserhöhungen zurück. Auch Hendrik Holtz (Linke) kritisierte den CDU-Vorschlag. "Wo bei Ihnen fünf Euro steht, sehe ich 3,50 Euro", sagte er. Auch fehlten noch Sozialtarife, die vermeiden, dass sich Bevölkerungsschichten ausgeschlossen fühlen, bei denen das Geld nicht so locker sitze.

Im Namen der SPD-Fraktion erklärte Björn Wahnfried, er sehe die Vorschläge der vorbereitenden Arbeitsgruppe als kompetent an und plädiere dafür, erst vom 1. Januar 2015 an ein neues Preisschema einzuführen. Volker Evers (SPD) ergänzte, dass die Mehreinnahmen der Stadt bei einem 25-prozentigen Aufschlag höchstens bei 50 000 Euro liegen und das verbessere die defizitäre Lage der Stadt nur unwesentlich.

Als Vorsitzender des VfL Oldesloe bekam auch Detlef Rädisch Rederecht. Er zeigte sich geschockt über den Vorstoß der CDU. Anders Stadtwerkechef Jürgen Fahl. Niemand müsse sich Sorgen machen, dass die Gäste wegbleiben, wenn sie mehr zahlen müssten, sagte er. Die Preise seien seit 2007 konstant. Von einer Schnupperwoche riet er zudem dringend ab. "Sonst müssten wir Besucher abweisen, wenn es zu voll wird", sagte Fahl.

Die Ausschussvorsitzende Angela Fehrmann (CDU) hatte schon befürchtet, dass es bei der Abstimmung wieder einmal ein Unentschieden geben könnte. Doch letztlich fand der Antrag der Christde- mokraten keine Mehrheit. Als über die alten Preise befunden wurde, enthielt sich einer von ihnen, so dass die Vorlage glatt durchging.