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Pressespiegel

14Jan

Stormarner Tageblatt vom 14. Januar 2017

Stormarner Wochenschau

KARIKATUR: MEGI BALZER

Wer oder was ganz alt aussieht ...

Noch älter Und schwups ist Trittau hundert Jahre älter. Was so ein Blatt Papier doch ausmacht. Und wenn das demnächst jemand als Fälschung entlarvt, ist Trittau halt wieder jünger. Hin und her, vor und zurück – egal. Trittau macht das einzig richtige aus so einer Situation: Die Gemeindevertreter stellen schon mal 5000 Euro für eventuelle Feierlichkeiten in den Haushalt ein. Man muss die Feste feste feiern wie sie fallen ...

Noch bezahlbar Dass es den Grünen nicht gefällt, wenn sich der Wahlkreisabgeordnete der CDU lobt, dass er sich erfolgreich dafür eingesetzt habe, dass Verkehrsprojekte aus der Region in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werden, kann man verstehen. Und dass die Grünen eine andere Meinung dazu haben, wo das Geld investiert werden sollte, ist auch okay. Dass der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz aus Mölln den möglichen Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals und den Fehmarnbelt-Tunnel in einem Atemzug als nutzlose und teure Prestigeprojekte bezeichnet, wundert schon. Schließlich hatten die Landesgrünen ihre ablehnende Haltung zur Belt-Querung ja offiziell aufgegeben.

Verräterisch wird es, wenn von Notz behauptet, dass man die „knappen Mittel“ sinnvoller in die „Sanierung bröckelnder Straßen und Brücken sowie verwahrloster Regionalbahnhöfe und ausgedünnter Fahrpläne“ investieren könnte. Erstmal gibt es keine „knappen Mittel“, sondern Rekord-Steuereinnahmen, zweitens lassen sich Mittel für Neu- und Ausbauten nicht einfach für Straßensanierungen umschichten, zumal das Land für Landesstraßen zuständig ist und selbst darüber entscheidet, wie viel man für den Erhalt der Infrastruktur ausgeben möchte. Für die angeblich verwahrlosten Regionalbahnhöfe ist die Bahn AG, und für die Fahrpläne eine landeseigene Gesellschaft zuständig. Die bekommt mehr Geld denn je vom Bund und könnte auf der meistbefahrenen Strecke im Land zwischen Hamburg und Lübeck mehr Züge fahren lassen, investiert aber lieber in Strecken nach Wrist und Schönberger Strand. Und da wären wir wieder bei der von den Grünen kritisierten Klientelpolitik, die es natürlich nur bei den anderen gibt.

Noch zu retten Das ist ja mal wieder echte Wertschätzung fürs Ehrenamt. Der desolate Zustand der DLRG-Hütte am Oldesloer Kurpark ist seit Jahren bekannt. Seit Jahren wird nach Lösungen für das ehemalige Kurbad gesucht. Mit einem Interessenbekundungsverfahren wurde Geld verbrannt. Nix. Eine kommerzielle Nutzung des Gebäude ist einfach nicht erkennbar. Es gibt einen eindeutigen Beschluss der Stadtverordneten aus dem Jahr 2015, Vermietung nicht weiter zu verfolgen. Und was spricht dagegen, dort der DLRG eine Bleibe zur Verfügung zu stellen? Das ist doch quasi Verwandtschaft.

Aber nein, im Sozialausschuss wird sich lieber über Zuständigkeiten gestritten, statt einem Oldesloer Verein endlich zu helfen. SPD und Grüne wollten sich für die DLRG stark machen, die CDU sah die Zuständigkeit bei einem anderen Ausschuss und die FBO sah gar keine Notwendigkeit. Da kann man als Vereins-Mensch schon mal die Lust verlieren, sich noch weiter zu engagieren. Wertschätzendes Verhalten einer Stadt sieht jedenfalls anders aus.

Rolf Blase Andreas Olbertz