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Pressespiegel

23Dez

Lübecker Nachrichten vom 23. Dezember 2016

St.-Jürgen-Stiftung: Hoffnung für die Gläubiger. Forderungen werden möglicherweise voll erfüllt.

Reinbek/Bad Oldesloe. Diese Woche fand im Amtsgericht Reinbek die Gläubigerversammlung der Bad Oldesloer Stiftung St. Jürgen statt. „Der Insolvenzverwalter Dr. Tjark Thies hat bei der Gläubigerversammlung eine vollständige Befriedigung der Gläubiger in Aussicht gestellt“, teilte Dr. Ulrich Fieber, Direktor des Amtsgerichtes Reinbek, gestern mit. Das heißt, die Angestellten von St. Jürgen, die Krankenkassen, aber auch Privatpersonen werden ihre Forderungen möglicherweise in voller Höhe zurückerhalten.

„Das ist bei Insolvenzverfahren normalerweise nicht üblich. Es gibt sonst Quoten, aber die kommen an die Forderungen meist nicht annähernd heran“, so der Amtsgerichtsdirektor. Wann die Gläubiger ihr Geld zurückbekommen, sei aber
noch offen, so Fiedler. Selbst der weitere Verfahrensgang stehe derzeit noch nicht fest. „Es ist auch noch ungeklärt, ob es einen Insolvenzplan gibt“, teilte Fieber mit.

Die 700 Jahre alte Stiftung St. Jürgen war in eine finanzielle Schieflage geraten. Bei einer Brandschau im Sommer wurden schwere Mängel festgestellt, das Alten- und Pflegeheim am Kirchberg wurde geschlossen, die betagten Bewohner mussten sich innerhalb weniger Tage eine neue Bleibe suchen. Im Oktober hatte das Amtsgericht Reinbek das Insolvenzverfahren eröffnet. bma