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Pressespiegel

08Dez

Stormarner Tageblatt vom 8. Dezember 2016

Geld für neue Angebote. Sportanlagen auf dem Exer sollen erweitert werden / Bauausschuss segnet Mehrkosten ab.

Die Erweiterung des Skatelands soll dreieckig werden. Kaup

Der abgestimmte Plan für Streetworkout und Parkour. Kaup

Bad Oldesloe Das Skateland ist eine Erfolgsgeschichte, der Kunstrasen daneben auch und nächstes Jahr könnte das ganze noch eine Nummer größer werden: Der Bau eines Streetworkouts mit Parkour-Elementen sowie eine Erweiterung des Skatelands sind fertig geplant. Sobald das Wetter es zulässt, könnte mit dem Bau begonnen werden – wenn denn das Geld bewilligt wird.

Im November 2014 waren Jugendliche erstmals mit entsprechenden Wünschen an die Stadt herangetreten. Streetworkout, das sind Fitnessgeräte. Parkour ist eine relativ junge Trendsportart, bei der es darum geht, sich abseits vorgegebener Weg zu bewegen – dabei muss man hoch und weit springen, artistische Elemente integrieren.

Es gab mehrere Gesprächsrunden, die Ideen wurden konkreter. Mitte vergangenen Jahres konnte das Thema im Sozialausschuss vorgestellt werden. Es stieß durchweg auf Begeisterung. 215 000 Euro wurden bereitgestellt und ein ordentliches Beteiligungsverfahren eingeleitet.

Das Planungsbüro hat Entwürfe erarbeitet. „Unter reger Beteiligung aller Nutzer sowie sehr konstruktiver Arbeitsatmosphäre“ wurden sie „diskutiert und weiterentwickelt“. Die fertigen Pläne wurden jetzt im Bauausschuss präsentiert.

Das Skateland wird in Richtung Stormarnhalle erweitert. „Da wird es anspruchsvoller mit erhöhten Anforderungen“, erklärte Planer Karl Kaup. Penny, Taco und Bank Hip heißen einige der neu zu bauenden Elemente auf einer eben Betonfläche. In der Mitte des dreieckigen Areals ist eine kleiner Grashügel mit Sitzgelegenheiten und einem Baum vorgesehen.

Streetworkout und Parkour-Fläche sind auf der anderen Seite des Exers zwischen Kunstrasen und Minigolfanlage vorgesehen. Stahlgerüste zum Klettern und Hangeln, Betonklötze und eine 2,55 Meter hohe Wand. „Sehr homogen, damit es für alle möglichst viel bietet“, stellte Planerin Wiebke Seidenkranz vor.

Inhaltlich alles kein Problem. Hans Jochim Stolten wollten nur wissen, ob die Anlagen denn auch den Standards für Wettkämpfe entsprächen. Da konnte Boris Bouchon ihn beruhigen: „Die Deutsche Industrie Norm hat sich in dem Bereich noch nicht durchgesetzte.“ Es gäbe schlicht keine Vorschriften.

Die vorgesehenen 215 000 Euro reichen allerdings nicht – es wird 40 000 Euro teurer. „Unsere Finanzer haben geknurrt, dass sie wieder mal überziehen“, machte Uwe Rädisch (CDU) deutlich. Seine Fraktion habe sich nicht durchringen können, das Geld zu bewilligen.

Die Kostensteigerung am Skateland hat der Bürgermeister bereits bewilligt. Wie sich auf Nachfrage der SPD herausstellte, sind auch die Mehrkosten beim Streetworkout gedeckt, der neue Schulhof der Stadtschule sei nämlich deutlich günstiger geworden. „Immer wenn Jugendliche beteiligt waren, werden anschließend Haushaltsbedenken angeführt“, kritisierte Hans-Hermann Roden (SPD): „Das finde ich schade.“

Am Ende wurden die Gelder einstimmig bewilligt, die CDU wollte den Beschluss wohl nicht wirklich verhindern und enthielt sich. Die endgültige Entscheidung fällt Montag in der Stadtverordnetenversammlung.

Andreas Olbertz