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Pressespiegel

07Dez

Lübecker Nachrichten vom 7. Dezember 2016

Domizil der Lebensretter ist nicht mehr zu retten. DLRG-Vorsitzender Dominic Geerken zeigte den Mitgliedern des Oldesloer Bauausschusses die marode Baracke.

Ortstermin bei der DLRG: Die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses im Lagerraum, der Tummelplatz von Mäusen ist. FOTO: DVD

Bad Oldesloe. Schon des öfteren haben die Oldesloer Mitglieder der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) zum Werkzeug gegriffen, um ihr Quartier Am Kurpark zu sanieren. Doch das verschlagähnliche Gebäude am Rande der Wohnsiedlung ist nicht mehr zu retten.

Davon überzeugten sich jetzt die Politiker mit eigenen Augen. Bei einem Ortstermin vor ihrer Sitzung am Montagabend besichtigten die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses das Objekt. „Das ist eine klassische Wehrmachtsbaracke, auf die unser ehemaliger Bundespräsident Heinrich Lübke das Patent hatte“, erklärte Uwe Rädisch (CDU). Sie bestehe aus Einzelteilen, die sich leicht demontieren und an anderer Stelle wiederaufbauen und beliebig erweitern ließen.

Dass dieses betagte Provisorium längst nicht mehr als Treffpunkt der DLRG taugt, machte Ortsvorsitzender Dominic Geerken deutlich. Er zeigte den Ausschussmitgliedern die zahlreichen schadhaften Stellen, an denen Wasser in die Baracke eindringt und berichtete, dass auch die Heizkosten im Winter überproportional hoch sind, weil es keinerlei Wärmedämmung gebe. In einem Lagerraum, in dem auch die Zelte der DLRG untergebracht sind, tummeln sich ihm zufolge außerdem die Mäuse.

„Früher haben wir uns oft getroffen, gemeinsam gespielt und nach den Weiterbildungsveranstaltungen zusammengesessen. Das findet so nicht mehr statt“, sagte Geerken. Die Jugendlichen identifizierten sich nicht mehr mit der behelfsmäßigen Baracke. Es wäre schön, wenn ein Verein mit 350 Mitgliedern, der sich für das Gemeinwohl einsetze, auch einen angemessenen Treffpunkt bekommen könnte. Geerken zufolge haben sich die Mitglieder jetzt ersatzweise in der Schanze getroffen. Doch das sei kein Dauerzustand, da der Ortsverein auch dafür Miete zahlen müsse.

Dominic Geerken äußerte einen Vorschlag, der den Oldesloer Lebensrettern am sympatischsten wäre. Nach seinem Dafürhalten würde sich das alte Kurbad neben dem Travebad bestens als Domizil eignen. „Es muss ja nichts Großes sein. Man könnte dort mit Leichtbauwänden etwas abtrennen – ein kleines Büro, einen größeren Raum mit Heizung und WC. Das wäre schön“, sagte Geerken. Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) gab ihm recht, dass die DRLG eine neue Unterkunft brauche. Anfang des Jahres solle das Thema erneut beraten werden, sagte sie. dvd