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Pressespiegel

10Nov

Stormarner Tageblatt vom 10. November 2016

Neuer Verein will Sonntage planen. Sechs Geschäftsleute haben sich als Gründungsmitglieder gefunden / Verschiedene Veranstaltungen sollen wiederbelebt werden.

Bad Oldesloe Wenn es in Bad Oldesloe in Zukunft verkaufsoffene Sonntage geben soll, dann wird es einen neuen Kaufmanns- oder Gewerbeverein geben müssen. Und da es zwei Jahre nach dem Ende der Gemeinschaft Oldesloer Kaufleute (GOK) genug Kaufleute aus der Innenstadt gibt, die Interesse an den verkaufsoffenen Sonntagen und weiteren eigenen Veranstaltungen in der Stadt haben, soll dieser neue Gewerbeverein nun gegründet werden. „Ich hoffe, dass das zeitnah klappt und sehe es tatsächlich als einzige, praktikable Lösung“, so Marco Schmidt, Filialleiter des Modehaus Rohde, Mitglied bei Wir und in der Interessengemeinschaft Handel. „Ohne Vereinsstruktur kommt die IG Handel nicht so richtig in Fahrt. Sie wird in dem neuen Verein aufgehen“, beschreibt der engagierte Kaufmann die Situation.

In diesem Jahr hatte der Wir-Verein die Veranstalterrolle für die vier verkaufsoffenen Sonntage übernommen – sonst hätte es keine gegeben. „Über diese Rolle ist es dann aber auch nicht hinausgegangen. Der Wir-Verein sieht sich weiter nur als Ideengeber“, berichtet Schmidt. Im Jahr nach der GOK-Auflösung hatte die Stadt die verkaufsoffenen Sonntag organisiert. „Das wird es nicht wieder geben. Wir unterstützen gerne, wo es geht, und wir freuen uns, wenn sich ein Gewerbeverein gründet, der aktuell fehlt, aber wir werden nicht mehr Veranstalter“, sagt Agnes Heesch, die bei der Stadt für die Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung zuständig ist.

Kurzzeitig war die Oldesloer Marketing-Agentur Prodibra als Veranstalter im Gespräch. „Wir haben darüber nachgedacht und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir nur Marketing machen wollen und werden. Darauf wollen wir uns 2017 konzentrieren und nicht auf Veranstaltungen“, stellt Nicole Brandstetter klar.

Enorm wichtig sei, dass der neue Gewerbeverein die eingeplanten 16 000 Euro aus dem Stadtsäckel für die Veranstaltungen bekomme. Marco Schmidt: „Diese 4000 Euro pro Sonntag benötigt man schon.“ Die in diesem Jahr gemachten Erfahrungen führten dazu, dass man jetzt genauer wisse, was funktioniere und was eben nicht. Ganz entscheidend für das Gelingen sei allerdings, dass die einzelnen Geschäfte kreativ und konstruktiv mitwirkten. „Wir werden als Gewerbeverein – so ist die Vorstellung jetzt – dann auch weitere Veranstaltungen wie Laternenumzüge oder das Maikäferfest wieder neu zu beleben“, kündigt Schmidt an. Patrick Niemeier

Standpunkt

Zerfleddert

Ach, jetzt also doch ein Gewerbeverein. Erst hat sich die IG Handel mit aller Kraft gewehrt, dann hat der Wir-Verein für ein Jahr Asyl gewährt und jetzt scheint einigen zu dämmern, dass es eben doch nicht ohne Struktur geht. Da ist wertvolle Zeit leichtfertig vertändelt worden.

Die Belebung der Innenstadt wird nicht funktionieren, wenn nicht bald an einem Strang gezogen wird. Es kann nicht sein, dass die Stadt ein bisschen macht, Prodibra ihr Ding durchzieht, andere sich um die Sonntage kümmern und andere sich raushalten. Wir brauchen Engagement aus einem Guss.

Andreas Olbertz, Redakteur
Kontakt zum Autor: ol@shz.de