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Pressespiegel

06Jul

Stormarner Tageblatt vom 6. Juli 2016

Stärken deutlicher herausstellen. Beteiligungswerkstatt: Kultur- und Bildungszentrum könnte der fehlende Baustein für eine Belebung der Innenstadt sein:

Bad Oldesloe

Wirtschaft und Kultur – passt das überhaupt zusammen? Das war eine der grundlegenden Fragen, die Moderator Wulf Dau-Schmidt in der Beteiligungswerkstatt „Wirtschaft und KuB“ aufwarf. 15 Bürger aus dem Kultur- und Wirtschaftsleben waren der Einladung von Kultur- und KuB-Managerin Inken Kautter gefolgt. Die Eingangsfrage, ob das Kultur- und Bildungszentrum ein Gewinn für die Stadt ist, wurde schnell mit einem „Ja“ beantwortet.

Nach den Investitionen müsse man die Potenziale nun gemeinsam nutzen. „Es gibt sehr viele schöne Dinge in Bad Oldesloe, man muss sie nicht erst neu erfinden. Wenn wir es schaffen, diese Überzeugung besser an die Oldesloer zu bringen, ist schon viel gewonnen“, sagte Rainer Hinz vom Hotel Hinz. Kommunikation, Transparenz und Gemeinsamkeit waren entscheidende Punkte, die immer wieder auch in den kleinen Workshop-Gruppen auf den Tisch kamen. Vor allem die Kommunikation sei verbesserungswürdig – auf allen Ebenen. Das KuB werde die Innenstadt beleben, sei aber nicht das Allheilmittel. Viel mehr müsse man gemeinsam dafür sorgen, dass in der Innenstadt überall und immer wieder etwas passiert.

Ein Straßenfest oder eine „Musiknacht“ mit kulturellen Angeboten in Geschäften auch nach Ladenschluss sind Projekte für die nähere Zukunft, die sich die Teilnehmer wünschten. „Als jemand, der noch neu in Bad Oldesloe ist, muss ich sagen, dass die Stadt sehr viele Vorteile hat im Gegensatz zu einer Großstadt wie Hamburg. Parkplätze, die Nähe zu den Geschäften und Restaurants sind nur einige Punkte“, sagte Thomas Deistler von der Sparkassen-Stiftung.

Diese Stärken, zu denen sicher auch das KuB gehören werde, müssten deutlicher herausgestellt und vor allem von den Oldesloern selbst wahrgenommen werden. „Es sollte eine gute Kommunikation nach außen geben. Die Oldesloer sollen erkennen, dass sie mitgestalten und mitwirken können. Es darf nicht der falsche Eindruck entstehen, das KuB sei ein geschlossener Zirkel“, so Oliver Ruddigkeit, Filialleiter der Sparkasse Holstein.

Die Anwesenden beschlossen, dass man konkrete Projekte anstoßen und regelmäßige Treffen für einen kommunikativen Austausch einrichten möchte. Das KuB könne der entscheidende, bisher noch fehlende Baustein für eine Belebung der Innenstadt werden, waren die Teilnehmer überzeugt. „Es ist ein guter Ort für Netzwerke, ein Anlaufpunkt für Menschen die Bildung, Musik, Schauspiel oder Infos zur Stadt suchen. Alles wird an einem Ort sein. Davon verspreche ich mir schon einiges“, sagte Musikschulleiter Alireza Zare.

Immer wieder wurde betont, dass man Geduld haben müsse. „Wir sollten uns nicht von Kritikern aufhalten lassen. Mit Mut, Durchhaltevermögen und Einsatz kann man viel erreichen. Man muss Dinge einfach mal anpacken“, sagte Susanne Relling-Peters vom Geschäft „Wollywood“, die zu den Initiatorinnen des „kleinsten Weihnachtsmarkts Deutschlands“ auf dem Mühlenplatz gehört. „Da waren auch viele erst skeptisch. Jetzt ist er ein Erfolg“, so Relling-Peters.

„Ich fand die Resonanz sehr gut. Es sind konkrete Ideen auf die Tische gekommen, es konnten gewisse Punkte erklärt und ausgeräumt werden. Es gab interessante Gespräche, und es war eine wirklich rege Beteiligung. Ich denke, dass wir auf einem sehr guten Weg sind“, lautete das Fazit von Inken Kautter. P. Niemeier