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Pressespiegel

13Nov

Parkende Autos verstopfen Drosselweg

Ausbau der Straße in Oldesloe bringt keine Linderung. Problematische Kurven sollen gekennzeichnet werden.

Der Drosselweg in Bad Oldesloe

Der Drosselweg in Bad Oldesloe soll saniert werden. Durch die parkenden Autos zu beiden Seiten ist die Straße sehr verengt. Foto: von Dahlen

Lübecker Nachrichten vom 13. November 2013

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe - Die Parksituation im Oldesloer Drosselweg ist offenbar katastrophal. Anwohner, die sich über die geplante Sanierung der Straße informieren wollten, klagten ihr Leid im jüngsten Bau- und Planungsausschuss.

Demnach sind die Parkplätze so dünn gesät, dass Autos häufig in Kurven abgestellt und somit zu einem Verkehrshindernis für größere Fahrzeuge werden. Die Anwohner appellierten an die Stadt, im Zuge der Erneuerung nach einer Lösung für das Problem zu suchen. Auch die Wohnstätten müssten sich daran beteiligen, da ihre Mieter einen Großteil des Platzes einnehmen.

Eine Anwohnerin schilderte gar, dass es im Februar dieses Jahres einen Notfall im Drosselweg gab, wobei die Feuerwehrleute gezwungen waren, auszusteigen und ein im Weg stehendes Auto wegzutragen, weil sie nicht zum Einsatzort gelangen konnten.

"Der Drosselweg ist in den 60er Jahren entstanden, als es noch viel weniger Autos gab", sagte Bürgermeister Tassilo von Bary. Das seien Bedingungen, die sich auch mit der Erneuerung der Straße nicht verändern ließen. Großvermieter wie die Wohnstätten könnten aber nicht in die Pflicht genommen werden, da ihre Objekte ebenfalls aus dieser Zeit stammten. Zusätzliche Parkplätze müsse nur schaffen, wer ein neues Mietshaus errichte.

Angeregt wurde indes, Zonen besser zu kennzeichnen, in denen das Parken zum Hindernis für Rettungs- und Müllfahrzeuge wird. Maximilian Rimmelspacher regte an, sie mit einer Schraffur deutlich abzuheben, andere wiederum waren der Auffassung, eine Beschilderung sei ausreichend. Letztlich ging der Ball an die Verwaltung. Sie soll Vorschläge unterbreiten.

Für die vielen Anwohner des Drosselwegs waren auch die Kosten des Bauprojekts ein springender Punkt. Klaus-Peter Scharnberg von der Abteilung Tiefbau der Stadt versicherte ihnen, dass die jetzt gewählte Variante - ein Straßenneubau mit Pflaster - nur um einen geringen Anteil von 3000 Euro teurer werde als das Asphaltieren der Fahrbahn. Es werde aber möglichst wenig an der Struktur des Weges verändert, so dass es bei einer Summe von grob 300 000 Euro bleibe. Das Vergaberecht lasse es nicht zu, beide Varianten zugleich auszuschreiben, um dann das günstigere Angebot zu wählen. Alle zu verrichtenden Arbeiten müssten in der Ausschreibung ganz konkret dargelegt werden.

Auf die Frage, warum der Ausbaubeitrag der Anlieger sich nich an der Grundstückslänge bemesse, erklärte Scharnberg, dies sei in einer Satzung so festgelegt. Damit bewege sich die Stadt im Rahmen der allgemeinen Gesetzgebung. Um den Anteil jedes einzelnen zu ermitteln, werde auch die Tiefe des Grundstücks mit einberechnet. Schließlich profitiere der Eigentümer davon, dass die ganze Fläche nach der Sanierung verkehrstechnisch besser erschlossen sei. Um sie jedoch nicht zu benachteiligen, werde ihr Grundstücke nur bis zu einer bestimmten Tiefe bemessen.

Laut Scharnberg wird der Drosselweg künftig so gestaltet, dass auf der 4,50 Meter breiten Fahrbahn zwei Pkw nebeneinander genügend Platz haben. Der zwei Meter breite Gehweg wird davon nur mit flachen Kantsteinen abgegrenzt. Sollten sich größere Fahrzeuge begegnen, können sie einander auf dem Gehweg ausweichen. Der Fußweg in Richtung Kurpark soll nach dem Willen der Ausschussmitglieder ebenfalls befestigt werden. Der Vorschlag, ihn mit einer wassergebundenen Decke als Naturpfad zu belassen, vermochte sich nicht durchzusetzen. Der Ausschuss stimmte dem Ausbauplan einstimmig zu.