Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

20Mai

Stormarner Tageblatt vom 20. Mai 2016

Großartig für unsere Stadt. Leserbrief zu: „Ansturm auf Bewerberrunde“, (Ausgabe vom 14. Mai).

Die beste Nachricht vorweg: Alle reden über Politikverdrossenheit und bei der Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten in Bad Oldesloe muss die Festhalle wegen Überfüllung geschlossen werden. Das ist einfach großartig für unseres Stadt. Was hat nun die erste gemeinsame Vorstellungsrunde inhaltlich ergeben? Teilweise nicht sehr viel Neues. Wählt man das Abstraktionsniveau eines Statements nur hoch genug, können immer alle nur zustimmen. Wer will Herrn Feldmann widersprechen, wenn dieser eine professionelle Führung einer Verwaltung mit 200 Mitarbeitern anmahnt? Mit dieser Aussage ist aber wenig gewonnen. Spannend wäre gewesen zu hören, wie denn sein Führungsstil sein soll oder ob er eher eine steile oder flache Hierarchie bevorzugt. Da waren die Vorschläge von Herrn Lembke schon konkreter, etwa das kostenlose Parken für Pkw von 1 Stunde. Diese Forderung klingt für mich als Vielradfahrer aber recht populistisch und zudem sehr punktuell. Un-beantwortet bleibt, wie es mit dem Radverkehr in Bad Oldesloe weitergehen soll, ferner wie der Verkehr insgesamt zur und von der Innenstadt geleitet werden soll oder wie es mit E-Mobility (kostenlose Stromtankstellen?) aussieht.

Neben den Sachthemen stellt sich für mich bei den Bewerbern vor allem die Frage, welche von den drei Männern und einer Frau eine besondere Nähe zu und Kompetenz für Bad Oldesloe aufweist. Bei Herrn Feldmann fällt auf, dass dieser laut seinem eigenen Flyer nach etwa 5 Jahren immer wieder seine beruflichen Stationen gewechselt hat. Dies ist völlig legitim, spricht aber nicht unbedingt dafür, dass er jetzt in Bad Oldesloe längerfristig tätig sein wird. Eine solche Kontinuität in der Verwaltungsleitung ist aber nach den länger fehlenden Füh-rungsimpulsen umso wichtiger. Ferner fehlt mir bei ihm und den beiden anderen männlichen Bewerbern eine bisherige Tätigkeit in der Stadtpolitik unserer Heimatstadt.

Alle Bewerber haben zwar in verschiedener Form mehr oder weniger politische Erfahrung vorzuweisen, kennen aber die Besonderheiten ihres späteren Kooperationsfeldes mit dem Stadtrat als Verwaltungschef nicht und es drängt sich mir auch nicht auf, warum sie – abgesehen von Karriere-Gesichtspunkten – genau hier Bürgermeister werden wollen. Das und die langfristige Ortsgebundenheit in der Kreisstadt ist nur bei der einzigen Kandidatin anders. Es gibt also noch ausreichend Fragen für die weitere Veranstaltung am 24. Mai. Hoffentlich ist diese auch wieder so voll.

Prof. Dr. Frank Rose, Bad Oldesloe