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Pressespiegel

31Jan

Lübecker Nachrichten vom 31. Januar 2016

Grüne setzen auf Maria Herrmann. Beim Jahresempfang gab es bereits die erste „Hochrechnung“ zur Oldesloer Bürgermeisterwahl.

Grüner Sketch mit den bisher bekannten Oldesloer „Bürgermeisterkandidaten“. Karin Hoffmann übernahm die Rolle von Maria Herrmann mit „Bei Maria werden Sie geholfen“. Die anderen traten für „Recht und Ordnung“ ein. Fotos: Fofana

Von Susanna Fofana

Bad Oldesloe – Beim Neujahrsempfang der Oldesloer Grünen im Bürgerhaus durften die rund 100 Gäste schon einmal einen Bürgermeister für die Kreisstadt wählen. Auf Platz eins landete – welch Überraschung –die SPD-Kandidatin Maria Herrmann, auf dem zweiten Platz ein – allgemeiner und namenloser – eigener grüner Kandidat.

„Das ist ja interessant“, kommentierte Oldesloes Grünen- Vorsitzender Hartmut Jokisch. Denn da hätten die Gäste ja mit den grünen Kugeln „die Katze im Sack“ gewählt. Zwar hätte man einen geeigneten eigenen Kandidaten mit Erfahrung in Verwaltung und Kommunalpolitik gefunden, der in einem Kieler Ministerium arbeite. Doch wäre der in Bad Oldesloe nur angetreten, wenn auch noch eine größere Partei hinter ihm gestanden hätte und zwei Parteien gemeinsam einen Kandidaten vorgeschlagen hätten.

Doch da sei die Oldesloer SPD mit ihren eigenen Planungen schon zu weit gewesen, so Jokisch. Und so lautete sein Wahl-Tipp: Die grünen Wähler in Bad Oldesloe sind intelligent genug zu wissen, wer hier nachhaltige Politik macht. „Bei Maria werden Sie geholfen“ hieß es auch bei einem Sketch der Mitglieder mit Karin Hoffmann als „Maria“ und den drei anderen bisher bekannten männlichen Bewerbern.

In einem launigen Rückblick ging der Grünen-Vorsitzende Jokisch auf die für die Partei wichtigsten Themen des abgelaufenen Jahres ein. Darunter die vielen Grünschnacks zu politischen Themen und der gescheiterte Versuch, der Hindenburgstraße den historischen Namen Lange Straße zurückzugeben. Auf Antrag der Grünen wurde Bad Oldesloe zudem zur Fair-Trade-Stadt ernannt.

Ein Hauptthema waren die Flüchtlinge, mit dem „Kaktus“ war für einige Monate ein Ort der Begegnung geschaffen worden. Auch mit der Ärzteversorgung und der Fehmarn-Belt-Querung befassten sich die Grünen. Zur Belustigung der Gäste sorgte die Bezeichnung „Fehrmarn- Belt-Querung“ auf dem Lichtbild. Jokisch muss wohl an den Oldesloer Bürgerworthalter Rainer Fehrmann gedacht haben, als ihm dieser Fehler unterlief.

„Everything happens for a reason“, sang Benedikta Panzer, bevor die Grünen einen Blick in die Zukunft wagten. „Autolos in Oldesloe“ heißt das Ziel um ein Rad-Haus.

Soziales Engagement ausgezeichnet

Für die Grüne Tat 2015 wurde Rosemarie Alberico ausgezeichnet, die sich in der Stadt Bad Oldesloe vielfältig sozial engagiert und keiner politischen Partei angehört. Ihr grüner Nachbar Michael Rathmann stellte sie vor. Nach der Berufstätigkeit sei sie 2000 mit dem Projekt Sprachpartnerschaften in die ehrenamtliche Tätigkeit eingestiegen. Im Laufe der Jahre habe sie rund 40 Migranten begleitet: auf dem Weg zu Behörden, bei Asylverfahren, bei der Wohnungssuche. Alberico ist in der Efa-Kleiderkiste aktiv und 2. Vorsitzende des Fördervereins der Jüdischen Gemeinde in Bad Segeberg. Die Geehrte: „Mir macht Arbeit immer noch viel Freude. Man lernt andere Kulturen kennen.“ sus