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Pressespiegel

01Dez

Lübecker Nachrichten vom 1. Dezember 2015

Maria Herrmann will neue Rathaus-Chefin werden. Die erste Bürgermeister-Kandidatin für Bad Oldesloe steht fest: SPD-Fraktionsvorsitzende tritt im nächsten Jahr bei der Direktwahl an.

Zielorientiert ins Rathaus: Maria Herrmann tritt an. Foto: Matzen

Bad Oldesloe. Die Bürgermeisterkandidatin der SPD steht fest: Fraktionsvorsitzende Maria Herrmann will das Bad Oldesloer Rathaus für ihre Genossen erobern. Auf Vorschlag des Ortsvereinsvorstandes hat die Mitgliederversammlung die 56-Jährige nominiert. „Aus Überzeugung, dass Maria Herrmann eine gute Wahl für Bad Oldesloe ist, wird sie auf die volle Unterstützung der SPD zählen können“, betonte Ortsvereinsvorsitzender Hans-Hermann Roden. Bad Oldesloes derzeitiger Bürgermeister Tassilo von Bary (parteilos) tritt zur Wahl 2016 nicht mehr an: „Zwei Amtsperioden reichen.“

Die CDU will nach nach der Mitgliederversammlung im Januar, spätestens im Februar ihren Kandidaten präsentieren. „Vorher nicht“, so Fraktionschef Horst Möller. Dass Maria Herrmann für die SPD ins Rennen geht, war für Möller keine Überraschung. „Das war doch zu erwarten. Ist doch gut, dass es eine Kandidatin aus Bad Oldesloe ist“, so Horst Möller. Meldeschluss für die Wahl ist im April. Gewählt wird am 5. Juni direkt von den Bürgern.

Maria Herrmann steht für Erfahrung – sowohl in der Politik als auch in Verwaltungsfragen. Sie ist Fraktionsvorsitzende der SPD, Stadtverordnete, Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses, und sie vertritt regelmäßig den Bürgermeister bei Terminen. „Sie ist mit allen Themen der Kommunalpolitik bestens vertraut“, teilte Roden mit. Ihre politische Arbeit habe sie stets in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung geleistet. Die Probleme und Stärken der Verwaltung kenne sie daher live aus der täglichen Praxis, so Roden.

Bei der Vorstellung sprach Herrmann gestern über ihre Ziele. „Ich möchte in Bad Oldesloe etwas bewegen“, so die SPD-Kandidatin. Die Themen seien dabei für sie klar. Punkt eins: die Wohnungssituation. „Wir brauchen nicht nur sozial verträglichen Wohnungsbau. Wir brauchen neue Wohnideen – auch im Bündnis mit der Wirtschaft.“ Die frühkindliche Bildung sei ein weiterer Schwerpunkt. „Wir müssen den Ausbau der Kitas vorantreiben.“

Als Beispiel führte Herrmann die Kita am Steinfelder Redder an. „Allen Widerständen zum Trotz haben wir gesagt, wir brauchen sie. Jetzt haben wir die aktuellen Zahlen im Bildungs-, Sozial- und Kultur-Ausschuss bekommen: Und schon wieder fehlen Plätze. Mein Ziel: Ich möchte nicht mehr, dass wir hinterherhinken, sondern ich möchte, dass wir agieren können.“

Ein weiteres großes Anliegen für die Fraktionsvorsitzende der SPD ist die Bürgerbeteiligung. „Jeder soll die Gelegenheit bekommen, seine Meinung und Vorschläge einzubringen.“ Das Parteibuch sei dabei nicht entscheidend, sondern es komme auf Kompetenz an. „Ich halte es für wichtig, dass wir an den entscheidenden Stellen Fachleute haben. “Nach Herrmanns Einschätzung hat die Stadt im Moment ein Problem. „Die Kommunikation untereinander funktioniert nicht so, wie sie funktionieren müsste. Ansprechpartner A weiß nicht, was Ansprechpartner B gesagt hat. Dadurch werden Probleme mehrfach angefasst. Das kann einfach nicht sein.“

Die Bürgermeister-Kandidatin möchte auch hier ansetzen. „Ich stelle fest, dass die Verwaltung eine große Angst vor der Politik hat. Ich sehe meine Rolle auch darin, diese Ängste abzubauen. Ich habe den nötigen Blick von außen und trotzdem genügend Erfahrung in der Verwaltung, um zu sehen, wo es an welchen Stellen knirscht.“

Herrmann wünscht sich eine Verwaltung, die auch Ideengeber ist. Die aktiv Dinge vorantreibt. „Wir haben so viele gute und kreative Leute in der Verwaltung, diese Potentiale muss man nutzen. Politik ist dankbar für gute Ideen.“ bma