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Pressespiegel

01Dez

Stormarner Tageblatt vom 1. Dezember 2015

Maria Herrmann kandidiert. Die SPD nominiert ihre Fraktionsvorsitzende als Oldesloer Bürgermeister-Kandidatin / Wahl am 5. Juni.

Mit neuen Ideen für den Wohnungsbau will Maria Herrmann im Bürgermeisterwahlkapf punkten. Foto: Olbertz

Bad Oldesloe Jetzt ist es amtlich: Die SPD geht mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Maria Herrmann als Kandidatin in den Bürgermeisterwahlkampf. Ende vergangener Woche ist sie auf einer Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstands gewählt worden. „Spekuliert wird eh schon lange. Ich will da kein großes Geheimnis draus machen“, sagte sie jetzt bei einem Pressegespräch: „Das ist nicht meine Art.“

Ein ausgefeiltes Wahlprogramm werde noch erstellt. „Meine Linie ist klar durch die Politik, die ich all die Jahre gemacht habe“, erklärt die Kandidatin. Ein paar Schwerpunkte legte sie bereits fest: „Für die Zukunft braucht es mehr als nur günstigen und barrierefreien Wohnraum. Wir brauchen neue Ideen, Wohnraumbündnisse und Quartiersarbeit.“ Frühkindliche Bildung steht ebenfalls im Fokus. Maria Herrmann: „Wir haben gegen alle Widerstände für den Luftballon und die Redder-Kita gekämpft. Da hieß es immer, die Zahlen seien rückläufig, die brauchen wir nicht. Aber jetzt hinken wir schon wieder hinterher.“ Bad Oldesloe war Modellkommune für Bildungslandschaften. „Wir haben viele gute Einrichtungen, aber die arbeiten leider nur punktuell zusammen“, so die SPD-Politikerin.

Bürgermeister ist aber kein politisches Amt, sondern der Chefposten in der Verwaltung. „Stellvertretenden Bürgermeisterin – das ist die Erfahrung, die ich mitbringe. Auch als Bauausschuss-Vorsitzende habe ich enge Kontakte zur Verwaltung.“ Dort säßen viele gute Leute, deren Potenzial besser genutzt werden müsse.

„Viele Probleme werden mehrfach angefasst und die Kommunikation ist nicht, wie sie sein müsste“, befindet Maria Herrmann. Als Beispiele führt sie den Marktplatz an. Die Marktbeschicker hätten ständig mit anderen Ansprechpartnern zu tun. Oder die Nutzung des alten Hockeyplatzes. In einer Ausschuss-Sitzung sollte er den Bogensportlern zur Nutzung überlassen werden, während der Kinder- und Jugendbereich ihn zum Abenteuerspielplatz umbauen wollte. Sie sieht es als Aufgabe des künftigen Bürgermeisters an, das Verhältnis zwischen Politik und Verwaltung zu verbessern. Sie bringe dafür die Erfahrung von beiden Seiten mit. Beim Thema Flüchtlinge sieht sie die Stadt Bad Oldesloe gut aufgestellt. „Ich finde den Ansatz, keine Container aufzustellen und diese Menschen dezentral unter zu bringen, sehr gut“, lobt Maria Herrmann. Wichtig sei, genügend Kitaplätze zu haben, um eine schnelle Integration zu ermöglichen.

Die SPD-Kandidatin kam 1959 im Saarland zur Welt. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Ihre Hobbys sind Klavier spielen, Rad fahren, lesen und Irische Musik. 1985 schloss sie ihr Studium der Informationswissenschaft mit den Nebenfächern Theologie und Musikwissenschaft als Magister ab.

2004 engagierte sie sich maßgeblich als Redder-Retterin. „Grade weil ich den Redder nicht gerettet habe, bin ich von der Bürgerinitiative an den Ausschusstisch gewechselt. 2005 wurde sie bürgerliches Mitglied im Wirtschafts- und Planungsausschuss – auf SPD-Ticket. Aber erst zwei Jahre später trat sie in die Partei ein. 2008 wurde Maria Herrmanne Stadtverordnete und übernahm den Vorsitz des Bauausschusses. 2011 wurde Maria Herrmann zur Fraktionsvorsitzenden gewählt und zu einer der stellvertretenden Bürgermeister. Seit 2012 arbeitet sie am Schanzenbarg als Quartiersmanagerin bei Q8.

Die SPD hat sich intensiv mit der Kandidatenfrage auseinander gesetzt. Ein externer Kandidat aus Hamburg habe sich beworben, der stieß beim Vorstand aber auf kein Interesse. Als Maria Herrmann sich als Kandidatin in Gespräch gebracht habe, sei die Angelegenheit schnell klar gewesen. Lars Cornehl, stellvertretender Vorsitzender: „Es ist Zeit für eine Bürgermeisterin in Oldesloe. Maria Herrmann könnte sofort loslegen, sie ist in allen Themen drin.“ Andreas Olbertz