Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

01Okt

Lübecker Nachrichten vom 1. Oktober 2015

Flüchtlingshilfe zurzeit noch unkoordiniert. Oase, Schanze, Kaktus und andere Stadtteiltreffs in Bad Oldesloe sollen künftig Anlaufstelle sein.

Bad Oldesloe. Darauf hatten alle schon gewartet. Im Oldesloer Bürgerhaus trafen sich am Dienstagabend rund 50 Vertreter von Vereinen, Wohlfahrtsverbänden und anderen Organisationen, die mit der Betreuung von Flüchtlingen befasst sind. Ziel war es auszuloten, wie die Hilfsangebote von Bürgern koordiniert werden können. Im August schon hatten sich, wie berichtet, viele Ehrenamtliche gemeldet, die sich engagieren wollen.

„Es ist deutlich geworden, dass wir Strukturen brauchen“, fasste Maria Herrmann, Quartiersmanagerin der Oldesloer Schanze, gestern zusammen. Sie hatte gemeinsam mit Kirstin Schwarz-Klatt, Leiterin der Migrationssozialberatung zum Runden Tisch ins Bürgerhaus eingeladen. Wie sie schilderte, seien die ehrenamtlichen Helfer hochaktiv mit dem Ergebnis, dass sie sich etwa in der Schule am Kurpark „die Klinke in die Hand geben“. Zurzeit seien zu viele gleichzeitig damit befasst, Probleme einzelner Flüchtlinge zu lösen. Das sei nicht immer zielführend, weil den Menschen Auskünfte gegeben werden, die rechtlich nicht wasserdicht sind und sich mitunter die Helfer schon bei der Wohnungssuche gegenseitig in die Quere kämen. Das sei auch frustrierend für die Ehrenamtler selbst. Deshalb sei man nun übereingekommen, die Stadtteiltreffs in Bad Oldesloe zu stärken. Denn die Flüchtlinge seien nicht in der Lage lange Excel-Tabellen zu studieren, um herauszufinden, wer ihnen Hilfe anbiete. Auf der anderen Seite wüssten die Ehrenamtler nicht genau, wo ihr Engagement gefragt sei. In den lokalen Anlaufstellen bei der Oase, der Schanze, dem Bürgerhaus oder dem Kaktus werde ein Raum für den Informationsaustausch gegeben. Von dort aus lasse sich einfacher ein Kontakt zu Fachleuten herstellen, wenn etwa ein Flüchtling rechtliche Beratung brauche. Gelohnt habe sich der Runde Tisch auf jeden Fall, sagte Maria Herrmann. Eines der positiven Ergebnisse sei, dass die Musikschule einen Trommelkurs im Kinder- und Jugendhaus St.-Josef geben werde, in dem alleinstehende junge Flüchtlinge wohnen. Am 12. Oktober gebe es eine Runde mit den Ehrenamtlern. dvd