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Pressespiegel

09Sep

Lübecker Nachrichten vom 9. September 2015

Bad Oldesloe sucht weiterhin Unterkünfte. Anmietung von Hochhäusern im Stoltenrieden nur nach gründlicher Sanierung.

Bad Oldesloe – Ab Mitte September wird sich die Zahl der Asylbewerber, die wöchentlich in Bad Oldesloe eintreffen, auf bis zu 20 Personen erhöhen. Das teilte Bürgerbüroleiter Thomas Sobczak im Bau- und Planungsausschuss mit. Die Mitglieder hatten zuvor das Schwesternwohnheim in der Kastanienallee besichtigt, das die Asklepios-Klinik für fünf Jahre zur Verfügung stellen will. Dort sollen nach dem Umbau etwa 80 bis 100 Asylbewerber Platz finden.

Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD) bat, prüfen zu lassen, ob der Verkauf der Immobilie an die Klinik nicht rückgängig gemacht werden könne. Das Gebäude habe jahrelang leer gestanden, was dem Vertrag mit dem Kreis zuwidergelaufen sei. Es könne nicht sein, dass die Stadt das Gebäude saniere und es nach fünf Jahren an Asklepios zurückgeben müsse. Laut Bauamtsleiter Thilo Scheuber entscheidet der Kreis am 25. September ob das Gebäude als Unterkunft genutzt werden darf.

Als Anwohner am Stoltenrieden wollte Manfred Lieder wissen, ob die Gerüchte stimmen, dass die Stadt die Hochhäuser 14 bis 16 auch für Asylbewerber anmieten wolle. Ein Investor wollte sie vor zwei Jahren abreißen und dort niedrigere Gebäude errichten. Aufgrund von Anwohnerprotesten hatte er das Projekt fallengelassen. „Ich hätte kein Problem damit, wenn die Häuser grundsaniert wären, möchte mich aber dagegen wehren, dass sie nur mit geringen Mitteln zurecht gemacht werden. Das ist gesundheitsgefährdend“, sagte Lieder. Er habe nichts gegen Asylbewerber, lebe er doch schon seit 21 Jahren in guter Nachbarschaft mit vielen Migranten.

Scheuber räumte ein, dass es Sondierungsgespräche mit dem Investor gegeben habe, aber keinen Vertragsabschluss. „Und wenn saniert werden muss, gibt es bauaufsichtsrechtliche Regularien, die es verbieten, Menschen unwürdig unterzubringen“, stellte er klar. dvd