Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

18Okt

Anstoß auf dem neuen Kunstrasenplatz am Exer

Für 600 000 Euro hat die Stadt Vereinen und Schulen eine bessere Spielmöglichkeit auf dem Fußballfeld geschaffen.

Lässt sich anspielen: Ulrike Külper vom Tiefbauamt der Stadt Bad Oldesloe auf dem Kunstrasenplatz. Foto:Kerstin Kuhlmann-Schultz

Lässt sich anspielen: Ulrike Külper vom Tiefbauamt der Stadt Bad Oldesloe auf dem Kunstrasenplatz. Foto:Kerstin Kuhlmann-Schultz

Lübecker Nachrichten vom 18. Oktober 2013

Bad Oldesloe - Der Platz sieht mehr als verlockend aus - aber wo sind die Fußballer? Die waren zur offiziellen Einweihung des Kunstrasenplatzes nicht geladen, sollten aber noch am Abend mit ihrem Training beginnen.

600 000 Euro hat die Stadt Bad Oldesloe investiert, um aus dem alten Tennenplatz auf dem Exer diesen modernen Kunstrasenplatz zu machen."Im Juli haben die Arbeiten begonnen, es hat bis jetzt gedauert",erklärte Bad Oldesloe Bürgermeister Tassilo von Bary. Zuerst sei der alte Tennenplatz abgetragen worden.Wie lange der steinige Untergrund auf dem Platz gelegen hat, konnte von Bary nicht sagen. Aber "ich habe als 13-Jährigers elbst auf dem Grandplatz gespielt". Heute ist der Bürgermeister 60 Jahre alt. Es wurde also Zeit, den Platz zu erneuern.

Nach dem Entfernen des Untergrundes installierten die Arbeiter eine neue Entwässerung. "Damit wir hier nicht Eislaufen können im Winter", so von Bary. Eine Zugangstreppe sei neu, die Trainerbank und der Ballfangzaun wurden erweitert: Letzteres fängt die Bälle jetzt geräuschärmer ab. Rund um den Platz gibt es zudem eine Pflasterung. Entgegen dem ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung und den Wünschen von CDU und den Freien Bürgern für Bad Oldesloe wird der Kunstrasenplatz im ersten Jahr nicht eingezäunt. Die Politik setzt vielmehr auf eine einjährige Probephase, in der die Verwaltung genau dokumentiert, welche Schäden auflaufen. Die werden ihnen spätestens dann gemeldet, wenn der Sportstättenbauer Weitzel zur wöchentlichen Kontrolle freitags auf dem Platz erscheint. Denn ein Kunstrasenplatz ist arbeitsintensiv.

"Das Granulat muss regelmäßig rausgebürstet, gereinigt und wiederaufgebracht werden", erklärt Ulrike Külper vom Tiefbauamt der Stadt Bad Oldesloe. Das kostet pro Jahr 17 000 Euro. Je nachdem, wie die Schadensbilanz nach einem Jahr ausfällt, wird der Platz eingezäun toder auch nicht. Kosten von etwa 225 000 Euro würden dann noch einmal auf die Stadt zukommen. Die Entscheidung fällt die Politik 2014. Und setzt bis dahin auf Bürger, die pfleglich mit dem Platz umgehen.

K. Kuhlmann-Schultz