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Pressespiegel

17Apr

Lübecker Nachrichten vom 17. April 2015

Ein Quartierskonzept für die Vogel-Baum-Siedlung entsteht Am 21. April ist die Auftaktveranstaltung für die Anwohner in Bad Oldesloe.

Von K. Kuhlmann-Schultz
Bad Oldesloe – Der Startschuss zur Entwicklung des energetischen Qualitätskonzeptes in der Vogel- Baum-Siedlung in Bad Oldesloe fällt: Für kommenden Dienstag, 21. April, lädt der Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oldesloe, Dominic Demme, gemeinsam mit dem Projektteam die betroffenen Anwohner zur Auftaktveranstaltung ein. Die ersten Fragebögen sind verschickt.

„Wir wollen das Konzept in enger Zusammenarbeit mit den Quartierbewohnern und Eigentümern durchführen. Es ist ein kostenloses Angebot, es ist nicht verpflichtend“, erklärt der Klimaschutzmanager auf einem Rundgang mit den LN durch die Siedlung. Die Ergebnisse werden nach Erarbeitung des Konzeptes – im Frühjahr 2016 soll es fertig sein – den Anwohnern zur Verfügung gestellt. Ziel der Quartiersentwicklung sei es, so Demme, die Siedlung aufzuwerten. Natürlich auch energetisch. „Die Siedlung ist in den 1950er-, 1960er- Jahren entstanden, der Lindenkamp stammt aus den 1980er Jahren.“ Beim Gang durch die Siedlung fällt ins Auge, was von den Hauseigentümern bereits saniert wurde und was nicht. Neue Fenster, gedämmte Wände, neue Dächer. Aber da geht noch mehr. „Unser Ziel für Bad Oldesloe ist, bis 2020 eine 40-prozentige CO2–Ersparnis zu erreichen“, erklärt Demme. Auch die Anwohner der Vogel-Baum-Siedlung – insgesamt leben hier etwa 2400 Oldesloer in 21 Straßen – können sich daran beteiligen.

Sie können die Quartiersentwicklung aber auch dazu nutzen, ihr Haus beispielsweise barrierefrei umzubauen. Denn auch dafür gibt es Fördergelder von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die beteiligt sich schon gemeinsam mit der Investitionsbank Schleswig- Holstein an der Erstellung des Konzeptes, das 100 000 Euro kostet. Beide zusammen übernehmen 85 Prozent der Kosten, die Stadt trägt die restlichen 15. „Wir wollen ein Leuchtturmprojekt erarbeiten“, sagt der Klimaschutzmanager. Von den Ergebnissen solle letztlich nicht nur das Quartier profitieren sondern ganz Bad Oldesloe. Quasi als Vorbild für andere Siedlungen und Stadtteile. Ähnliche Beispiele gibt es schon in Bargteheide, Husum, Flensburg und Kiel.

Alle Quartiere eint, dass die Bewohner von Anfang an miteinbezogen wurden. Auch in der Vogel- Baum-Siedlung wird es so sein. Nach der Auftaktveranstaltung am 21. April soll „gemeinsam geplant werden“. In Workshops können sich Interessierte einbringen mit ihren Vorstellungen, Wünschen und Fragen. Die Arbeitskreise werden unterstützt von den Mitarbeitern des Büros für Stadtentwicklung und Moderation dau-schmidt.tornow aus Kiel, den Architekten von Meyer Steffens aus Lübeck sowie den Kollegen des Ingenieurbüros Utec aus Bremen.

Hans Ehlers, der seit 40 Jahren in der Vogel-Baum-Siedlung lebt, hat den Fragebogen, den die Stadt verteilt hat, schon ausgefüllt und will ihn zur Auftaktveranstaltung mitbringen. Er hat seine Heizung vor zwei Jahren auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Grundsätzlich begrüßt er eine Quartierentwicklung. „Aber wer solldas alles bezahlen“, fragt er. Ehlers lenkt das Augenmerk auch auf die öffentlichen Gebäude der Stadt. „Da sollte man noch viel mehr machen“, schlägt er dem Klimaschutzmanager vor.