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Pressespiegel

16Apr

Lübeckerr Nachrichten vom 16. April 2015

„Bad Oldesloe muss Wohnraum schaffen“. Bauamtsleiter Thilo Scheuber reagiert auf Kritik an geplanter Siedlung „Am Tegel“.

 Bad Oldesloe – „Wir sind gegenüber dem Gemeinwohl verpflichtet, Wohnraum zu schaffen.“ Mit diesen Worten hat Thilo Scheuber, Bauamtsleiter der Stadt Bad Oldesloe auf Kritik reagiert, die Siedlung „Am Tegel“ werde verkehrstechnisch zum Problem für die Anwohner. Vertreter der kürzlich gegründeten Tegel-Initiative hatten den Vorwurf erhoben, diese Belastung werde zugunsten des Investors außer acht gelassen.

„Es gibt weder Mauscheleien noch favorisiert die Stadt den Investor“, sagte Scheuber. Bad Oldesloe habe so gut wie keine Grundstücke mehr, um neue Gebiete zu erschließen. Nach den gesetzlichen Vorgaben müsse die Stadt aber 1020 Wohneinheiten bis zum Jahr 2030 schaffen. Die Möglichkeiten, innerörtliche Lücken zu schließen oder Siedlungen zu verdichten, seien ausgeschöpft. Die Planung des Gebiets „Am Tegel“ befinde sich zudem noch im ganz frühen Stadium. Im Rahmen des Verfahrens gebe es noch zwei Gelegenheiten für betroffene Anwohner, sich mit Kritik und Anregungen in die Planung einzubringen. Im Übrigen schlage die Verwaltung diese Fläche zunächst als sehr gut nutzbare Siedlungserweiterungsfläche vor. Ein Beschluss von der Politik sei noch nicht gefasst worden.

Da sich die Siedlung nicht über die Lily-Braun-Straße erschließen lasse, habe die Stadt extra ein Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben, umzu prüfen, wie hoch die Belastung für die Anwohner sei, fuhr Scheuber fort. Die Berechnungen des Verkehrsaufkommens basiere auf zwei Szenarien: Wenn im Gebiet Am Tegel 88 Wohneinheiten entstünden, sei mit 600 Kraftfahrzeugen am Tag zu rechnen, bei 42 Wohneinheiten seien es 280 pro Tag. „Als Kompromiss hatten wir dann 55 Wohneinheiten anvisiert. Damit liegen wir unter dem Schwellenwert, der eine Beeinträchtigung der Anwohner darstellen würde“, sagt der Bauamtsleiter.

Als großes Manko hatten die Mitglieder der Tegel-Initiative auch angeführt, dass ihre Anwohnerstraßen stellenweise nur 3,30 Meter breit seien und sich deshalb als Zuwege zum neuen Wohngebiet nicht eigneten. Scheuber hält dem entgegen, dass Up den Pahl zwischen fünf und 6,50 Meter breit ist, die Straße Am Tegel zwischen 3,50 und fünf Meter, wobei an den schmaleren Abschnitten der 1,60 Meter breite Bürgersteig überfahren werden dürfe. Auch am Tegeleck gibt es seiner Auffassung nach keine Probleme. Die Straße sei bis zu5,70 Meter breit. An einigen Stellen verenge sie sich wegen der 2,60 Meter breiten Parkstreifen. Insofern stehen aber genügend Platz zur Verfügung, um im Begegnungsverkehr auszuweichen. dvd