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Pressespiegel

17Okt

45 000 Kleidungsstücke

Heute eröffnet C & A / Modekonzern investiert 420 000 Euro in neue Filiale

Der Reißverschluss muss zu: Linda Weise (li.) zieht eine Deko-Puppe an, Filialleiterin Magdalena Plewa hat einen kritischen Blick auf die Dekoration. Foto: Olbertz

Stormarner Tageblatt vom 17. Oktober 2013

Bad Oldesloe

Magdalena Plewa hat alle Hände voll zu tun. In den letzten Stunden vor der Eröffnung "ihrer" Filiale wird die 26-Jährige überall gebraucht - Reinigungskräfte müssen eingeteilt werden, Kleidung muss an den entsprechenden Stellen im Laden drapiert werden und per Telefon fragt ein Lieferant an, ob seine Ware eingetroffen ist. Heute Morgen um 9 Uhr eröffnet C & A in der Fußgängerzone - in Teilen der ehemaligen Räume des Kaufhauses M & H. Travecenter wird das Gebäude neuerdings genannt. Trotz des Eröffnungsstresses strahlt Manuela Plewa. Mit 26 Jahren übernimmt sie bereits eine Filialleitung. "Als junger Mensch kann man bei C & A Karriere machen", erzählt sie: "Wenn man was tut, wenn man Leistung bringt, dann wird man auch gefördert." Manuela Plewa ist gebürtige Polin, in Hamburg aufgewachsen und ein "echtes C-&-A-Kind". Sie hat in dem Konzern als Auszubildende angefangen. Von der Filiale Hamburger Meile wechselt sie nach Bad Oldesloe - ihre mittlerweile fünfte Station.

Das Oldesloer Team umfasst bislang erst drei Festangestellte. Ina Reichelt, die der jungen Filialleiterin als Patin zur Seite steht, kennt das schon: "Die meisten Bewerbungen kommen erst mit der Eröffnung." Solange wird es auch mit Aushilfskräften gehen. Zurzeit sind C & A-Mitarbeiterinnen aus anderen Filialen nach Oldesloe entsandt, um bei den Vorbereitungen zu helfen. Linda Weise ist eine von ihnen. Sie kommt aus Rendsburg, ist dieser Tage in Oldesloe in einem Hotel untergebracht.

Zwölf randvoll gefüllte Laster haben in den vergangenen Tagen die Ware angeliefert. Gut 45 000 Einzelteile mit einem geschätzten Gesamtwert von einer Million Euro. 420 000 Euro hat der Konzern nach eigenen Angaben in die Filiale investiert. "Das ist die neueste Ladengeneration", verrät Ina Reichelt, was Insider daran erkennen, dass an den Kleiderständern weniger Chrome blitzt und es auf dem Fußboden in schwarzem Fliesenimitat einen Weg durch den Laden gibt.

Die Kunden werden durch das Geschäft geführt: Vorne rechts gleich am Eingang die junge Damenmode. Gegenüber wird die gesetztere Generation fündig. Hinten links findet sich die Herrenmode, neben den Kassen die Unterwäsche und grade durch die Kinderkleidung - vom Baby bis zum Schulkind.

"Small Familystore" wird das Einrichtungskonzept genannt, fast das komplette Sortiment von C & A, aber eben nicht alles in ganz großer Auswahl. An der Bestückung kann sich durchaus im Laufe der Zeit noch etwa ändern. Es ist Manuela Plewas Aufgabe, den Markt zu beobachten. Herrenkleidung in Übergrößen gibt es momentan ebensowenig wie Umstandsmode, aber bei entsprechender Nachfrage könne sich das ändern. Etwas anderes müsste dann aus dem Sortiment weichen.

C & A hat täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet. In der ersten Woche sogar am Sonnabend, danach wird sonnabends um 18 Uhr geschlossen.

"Bei verkaufsoffenen Sonntagen machen wir natürlich mit", betont Ina Reichelt, aber in örtlichen Gewerbevereinen würde sich C & A grundsätzlich nicht engagieren. Stattdessen spendet das Unternehmen lieber. Alljährlich darf die Filialleiterin einen guten Zweck aussuchen, der bedacht werden soll. Die Oldesloer Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt werde es aber wohl eher nicht sein, denn der Charity-Gedanke müsse im Vordergrund stehen. Zur Eröffnung bekommt Bürgermeister Tassilo von Bary einen Scheck über 2500 Euro, den er an das Projekt SchanZe weiterreichen wird. Andreas Olbertz