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Pressespiegel

06Mär

Stormarner Tageblatt vom 6. März 2015

Vorbereitung für den Abriss. Die Tage des Postgebäudes scheinen gezählt / Im Mai soll mit dem Neubau begonnen werden.

Bad Oldesloe

Munter kreischt die Kettensäge, schnell stehen längs der Lübecker Straße nur noch Baumstümpfe, und auch die sind schnell verschwunden. Am Postgebäude beginnen die ersten Vorbereitungen für den Abriss des Gebäudes.

Bis die Bagger anrücken, werden allerdings noch ein paar Wochen vergehen. Die Baumfällung war nur ein Vorgriff, wie Projektentwickler Sebastian Grochowiak erklärt: „Weil wir sonst in die Brutzeit gekommen wären.“ Nach dem 15. März darf nicht mehr gefällt werden.

Offiziell gehört das Gelände der List-Gruppe aus Nordhorn noch gar nicht, denn die Übertragung erfolgt erst, wenn das Gebäude komplett leer ist. Noch sind Postbank und eine Ergotherapie-Praxis dort Mieter. Im April soll aber der Abriss beginnen. Das werde voraussichtlich drei bis vier Wochen dauern. „Dann haben wir das plan“, so der Projektleiter, „im Mai könnten wir dann mit dem Bauen beginnen. Ich rechne mit zehn bis zwölf Monaten Bauzeit.“ Noch hat die Bauaufsicht den Abrissantrag aber nicht bewilligt.

An den Plänen für die Trave-Arkaden hat sich nichts geändert. „Rewe, Budni und Denns sind an Bord“, bestätigt Grochowiak: „Im Obergeschoss hat sich noch nicht viel getan.“ Er geht aber davon aus, dass sich das sehr schnell ändert, sobald der Neubau stehe.

Ungeklärt ist immer noch, was mit der Postbank geschieht. „Wir sind nach wie vor in Gesprächen“, erklärt Projektentwickler Grochowiak: „Aber noch ist nichts spruchreif.“

Die ursprüngliche Idee und die Pläne für das Einkaufszentrum an einer der meistbefahrensten Kreuzungen der Stadt stammen vom Osnabrücker Investor Jürgen Weber. Doch der hatte keine tragfähige Finanzierung hinbekommen und war sich auch mit Ergotherapeutin Katrin Jalaß nicht über die Auflösung ihres langjährigen Mietvertrags einig geworden. Für heftige Diskussionen sorgte die geplante Ansiedlung des Biodiscounters „Denns“ in dem Markt.

Im Frühjahr des vergangenen Jahres platzten Webers Pläne – Eigentümer Lorac entzog ihm die Verfügungsgewalt. Relativ überraschend tauchte im September Hubert Wilbers im Bauausschuss auf. Er hat die weit fortgeschrittenen Pläne übernommen und konnte deshalb an dem Punkt, an dem Webers ausstiegen sind, in das Verfahren einsteigen – der vorhabenbezogene Bebauungsplan war mit knapper Mehrheit bereits genehmigt. Zum Baurecht fehlte nur noch die Unterschrift unter einen Durchführungsvertrag. Andreas Olbertz