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Pressespiegel

20Dez

Stormarner Tageblatt vom 20. Dezember 2014

Stormarner Wochenschau

www.wiedenroth-karikatur.de

Wenn’s nur das gewesen wäre

KOMMT WAS? Seien wir ehrlich: Der EU ist durchaus zuzutrauen, dass sie die Sanierung eines kommunalen Gebäudes, um es vermietungsreif zu bekommen, wegen Verstoßes gegen das Beihilferecht bestraft. Ob dem wirklich so ist oder ob es lediglich der schlechte, vorauseilende Ruf, müssen Experten klären. So ein Gutachten gibt es vermutlich nicht zum Nulltarif – also weitere Zusatzkosten.

Die FBO hatte den Stein mit einer Anfrage ins Rollen gebracht. Im Grunde müsste die Stadt ja fast froh sein, für den Fall, das da was dran sein sollte, eventuell noch die Kurve kratzen zu können. Aber Ziel der Frage war ja nicht, Schaden von der Stadt abzuwenden. Dafür hätte man ja auch einfach mal im Rathaus anrufen oder einen Brief schreiben können. Es geht der FBO vielmehr darum, die Verwaltung als Deppen hinzustellen, die nichts auf die Reihe bekommen, bei denen alles teurer wird. Genau so die Grünen, die jetzt, wohl wissend, dass es eine Mehrheit gibt, gegen die Übernahme der Kosten stimmen. Nachher kann man sich dann fein hinstellen und sagen: Wir haben ja dagegen gestimmt. Wie kann man denn allen Ernstes wie Michaela Dämmrich fordern: „Dann hätte man den alten Pächtern doch mit der Miete entgegenkommen können. Hallo? Die Pacht war nach mehreren Senkungsrunden so niedrig, da hätte die Stadt als nächstes auszahlen müssen. Und trotzdem wurde nicht regelmäßig überwiesen. An der Stelle muss man wirklich mal Hinrich Stange von der FDP loben. Der damalige Liberale im Bauausschuss, Frank Fiedler, wollte nicht mal eine Raufaser bewilligen, war immer dagegen. Damals konnte man so noch argumentieren. Und der Nachfolger muss seine Kollegen jetzt ermahnen: „Leute, wir haben das so beschlossen, wir wollten das!“

FEHLT WAS Freie Fahrt auf der A1 zwischen Bad Oldesloe und Reinfeld: Nach zweijähriger Einschränkung und einem Dreivierteljahr Bauzeit wurde das hochoffiziell angekündigt. Leider ist das nur die Theorie. Richtung Lübeck stehen vor der Trave immer noch die Schilder 80 bei Nässe. Schlechte Griffigkeit des Betons auf einer ganz neuen Fahrbahndecke? In Gegenrichtung gelten kilometerlang 100 beziehungsweise 80 km/h. Grund: Es fehlen Markierungen. Genau genommen sind sie schon wieder weg.

Ein Dreivierteljahr hatten die Bauarbeiter gekeult, um die Autobahn erst in der einen und dann in der anderen Richtung zu sanieren. Vielleicht hatten sie beim letzten Handschlag keine Lust mehr, vielleicht war das Wetter falsch. Wie auch immer. Dass die ambitionierte Sanierung termingerecht geklappt hat, ist eine großartige Leistung. Die durch solche „Kleinigkeiten“ aber etwas konterkariert wird.

SO WAS Einen Kirchengemeinderat gibt es in Ahrensburg nicht mehr, und Helgo Matthias Haak, der vor knapp vier Jahren als Vorsitzender dieses Gremiums zurückgetreten war, der sich gerichtlich gegen ein Redeverbot und gegen eine Suspendierung wehrte, ist wieder Pastor in Ahrensburg. Hat das eine mit dem anderen zu tun? Vielleicht nicht, aber der KGR hat sich quasi selbst aufgelöst, weil keiner der Pastoren bereit war, den Vorsitz zu übernehmen. Haak hätte es machen können. Ob er es gewollt hätte, ist eine andere Frage. Eine, die man sich vielleicht auch in der Kirchenkreisverwaltung gestellt hat.

Rolf Blase
Andreas Olbertz