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Pressespiegel

20Dez

Lübecker Nachrichten vom 20. Dezember 2014

Geschafft: Kita Steinfelder Redder fertig. Der Bauausschuss inspizierte gestern die neue Einrichtung für 80 Kinder in Bad Oldesloe. Im Januar wird dort der Betrieb aufgenommen.

Die neue Kita am Steinfelder Redder: im vorderen Teil zweistöckig. Nach hinten schmiegt sie sich in den Hang ein.

Ein imposantes Gebäude. Die neue Kita am Steinfelder Redder ist im vorderen Teil zweistöckig und schmiegt sich nach hinten in den Hang ein.

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – Treppengeländer erhielten gestern noch die letzten Pinselstriche grauer Farbe. Auch in den Außenanlagen der Kita am Steinfelder Redder gab es noch ordentlich zu tun. Doch ansonsten konnte das moderne Gebäude am Rande des Neubauviertels fristgemäß fertiggestellt werden. Grund genug für die Bauverwaltung der Stadt, zu einem Besichtigungstermin einzuladen – ohne Kinder und Möbel. Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses, die das Projekt über lange Zeit auf dem Tisch hatten, sollten sich von der besonderen Architektur des Gebäudes ein Bild machen können.

Bürgermeister Tassilo von Bary merkte stolz an, dass die neue Einrichtung für 80 Kinder in relativ kurzer Bauzeit entstanden ist. „Dank auch an die Politik, die das Geld dafür bereitgestellt hat. Denn ohne Moos nichts los“, fügte er hinzu. Drei Millionen hat der Neubau insgesamt gekostet. Etwa 440 000 Euro stellten Land und Bund dafür zur Verfügung, vom Kreis gab es weitere 210 000 Euro. Da diese Förderung daran gekoppelt war, dass das Gebäude tatsächlich bis Ende dieses Jahres fertig sein musste, waren die Stadtverordneten gezwungen, noch zusätzliches Geld zur Absicherung der Baustelle im Winter2013/2014 zuzuschießen.

Die Besuchergruppe zeigte sich im Ganzen sehr angetan vom lichtdurchfluteten Innern des Gebäudes. Fachmännisch prüfte Ausschussmitglied Uwe Rädisch (CDU) den nahtlos gebogenen Handlauf des Treppengeländers. „Saubere Arbeit“, war er sich mit Grünen-Fraktionschef  Wilfried Janson einig, der sich später mit großem Interesse dem Blockheizkraftwerk im Keller zuwandte. Mit Argusaugen, aber einem Augenzwinkern kontrollierte SPD-Fraktionschefin Maria Herrmann, ob das lindgrüne Linoleum auch überall wirklich korrekt verlegt wurde.

Die Gruppenräume, von denen drei für jeweils 20 Kinder im Elementarbereich geschaffen wurden, gewähren alle den Blick nach draußen. Sie sind in dem zum Pennymarkt hin gelegenen Gebäudeteil untergebracht, der zweistöckig hochragt. In diesem Trakt befinden sich auch ein kleiner Saal mit Bühne für Aufführungen oder sportliche Aktivitäten und die Verwaltung. Die beiden Räume, die von Januar an für die Kinder unter drei Jahren vorgesehen sind, liegen jenseits der Eingangshalle in Richtung Hang. Sie bieten Platz zur Betreuung von zwei Gruppen à zehn Kinder.

Für die neue Kombination aus Kindergarten und Krippe hatte sich übrigens die Oldesloer SPD-Fraktion stark gemacht. Anfangs gab es Bedenken wegen des Standortes gleich neben einem Knick, in dem sich angeblich Haselmäuse aufhalten sollten. Das erwies sich jedoch letztlich als Trugschluss, so dass die Planung des Gebäudes am Standort neben dem Penny-Markt weiterverfolgt werden konnte. Die zweite Hürde stellte sich unmittelbar nach dem Baubeginn ein. Denn der Hang, in den das Gebäude eingepasst werden sollte, drohte abzurutschen. Also mussten Spundwände eingezogen werden, die das Erdreich stabilisieren. „Später lief dann alles wie geschmiert“, erzählte Beate Baldauf vom Gebäudemanagement der Stadt. Wie sie mitteilte, waren alles in allem 16 Gewerke an der Fertigstellung des neuen Kindergartens beteiligt.

Die täglichen Mahlzeiten werden später übrigens frisch in der Küche der Einrichtung zubereitet. Das wäre beinahe kaum erwähnenswert, handelte es sich nicht um ein „Cooking-Center“. Auf den elektronisch gesteuerten, überaus intelligenten Garautomaten ist Carsten Heyer, der Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH Stoppelhopser, unter deren Regie der Kindergarten geführt wird, sehr stolz. Per Knopfdruck lässt sich etwa bestimmen, ob das Fleisch frittiert, konfiert (im eigenen Fett gegart), geschmort oder„sous vide“ zubereitet werden soll. „Wir stellen hier später das Essen für 170 Kinder her, für den Steinfelder Redder und die Kita am Rümpeler Weg“, erzählte Heyer gestern. Bis es dazu kommt, haben er und die anderen Mitglieder des Vereins Stoppelhopser noch reichlich zu tun. Bis die ersten Kinder am 6. Januar einziehen, müssen alle Räume eingerichtet sein.

Stoppelhopser ziehen ein

Der Neubau der Kita Steinfelder Redder konnte in nur einem Jahr fertiggestellt werden. Sie bietet Platz für drei Elementargruppen à 20 Kinder sowie für zwei Krippengruppen à zehn Kinder unter drei Jahre.

Betrieben wird die Einrichtung später von der gGmbH Stoppelhopser, die bereits eine Kita im Rümpeler Weg und ein Tagespflegeprojekt im Mehrgenerationenhaus Oase unterhält. Letzteres wird nach dem Einzug ins neue Haus am Steinfelder Redder aufgelöst.

15 Erzieherinnen sind später am neuen Standort beschäftigt sowie weitere acht Mitarbeiter, die sich um Küche, Technik und Außenanlagen kümmern.