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Pressespiegel

13Dez

Lübecker Nachrichten vom 13. Dezember 2014

Eintritt fürs Bad bleibt vorerst gleich

Bad Oldesloe – Die Eintrittspreise für das Oldesloer Travebad bleiben voraussichtlich konstant. Auf Antrag der SPD-Fraktion sprach sich die Mehrheit im Hauptausschuss gegen ein modifiziertes Tarifsystem aus.

Hendrik Holtz von den Linken bedankte sich zunächst für den Einsatz der Arbeitsgruppe, die sich mit einer neuen Preisgestaltung beschäftigt hatte. Ihr gehörten Vertreter von Vereinen, Parteien und der Stadtwerke an. „Ich bin aber der Meinung, wir sollten bei vier Euro für eine Erwachsenenkarte bleiben“, fuhr Holtz fort. So sei der Anreiz größer, das Bad zu nutzen. Die Rabatte, die nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gewährt werden sollen, seien zu begrüßen. Die Staffelung bei der Abnahme von Schwimmprüfungen könne er nicht nachvollziehen. Dem hielt Badleiterin Marion Arpe entgegen, dass die jeweils anspruchsvolleren Prüfungen mehr Zeit in Anspruch nehmen, zumal sich dafür weniger Teilnehmer meldeten.

Während Grünenfraktionschef Wilfried Janson dafür plädierte, auch Ermäßigungen für erwachsene Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe einzuführen, sprach sich Maria Herrmann (SPD) gegen das neue Preissystem aus. Als „durchaus angemessen und gar nicht übertrieben“ bezeichnete Birgit Reichardt-Mewes (CDU) die Vorschläge der Arbeitsgruppe. Immerhin sei das Bad technisch komplett erneuert worden. Zudem werde den Gästen mehr geboten. Und wer dies nutzen wolle, müsse auch dafür bezahlen. „Ich kann die Arbeitsgruppe nur bedauern, dass die SPD jetzt wieder anderer Meinung ist“, sagte Reichardt-Mewes.

Auf die Frage, ob den geprüft werde, wer ein ermäßigtes Ticket kaufe, erklärte Stadtwerkeleiter Jürgen Fahl, dass es am Badeingang keine Kontrollen mehr gebe. „Die Missbrauchsgefahr ist schon gegeben. Theoretisch kann jeder Erwachsene die Jugendlichentaste drücken“, erklärte er. Es gebe an den Kassenautomaten kein Personal mehr. Der Schaden durch Missbrauch falle aber geringer aus, als die Personalkosten, die für Kontrollen aufgewendet werden müssten.

Für den Antrag der SPD-Fraktion, alles beim Alten zu belassen, stimmten fünf Ausschussmitglieder, drei enthielten sich. Sechs Ja-Stimmen gab es für den Vorschlag der Grünen, Hartz-IV- und Sozialhilfeempfängern eine 50-prozentige Ermäßigung zu gewähren. Am Montag, 15. Dezember, werden die Stadtverordneten über das Preissystem abstimmen. dvd