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Pressespiegel

21Nov

Lübecker Nachrichten vom 21. November 2014

Kulturzentrum: Bad Oldesloe sucht den Super-Manager. Die Mitglieder des Hauptausschusses debattierten über die Aufgaben des neuen KuB-Leiters und die Mitbestimmung bei der Kandidatenauswahl.

Stadtplaner Wulf Dau-Schmidt

Ringt um ein Stellenprofil: Stadtplaner Wulf Dau-Schmidt.

Bad Oldesloe   

Wie eine „Krake“ soll der Manager agieren, der die Geschicke des neuen Oldesloer Kultur- und Bildungszentrums lenkt. Die Metapher benutzte Stadtentwickler Wulf Dau-Schmidt im jüngsten Hauptausschuss, um deutlich zu machen, wie vielfältig die Aufgaben in dieser Position sein werden. Er hatte das Projekt von Anbeginn beratend begleitet und sollte nun Struktur in die kontroverse Debatte um das Stellenprofil bringen.

Denn was den Zuständigkeitsbereich des Managers betrifft, so sind sich die Mitglieder des Gremiums uneins. SPD-Fraktionschefin Maria Herrmann und auch Diakon Wolfgang Schmidt (parteilos) fordern, dass sein Hauptaugenmerk auf der Organisation von Veranstaltungen und kulturellen Aktivitäten liegt. CDU-Chef Horst Möller sähe es lieber, wenn er auch Verwaltungsaufgaben wahrnimmt, weil das Anforderungsprofil für eine Ganztagsstelle sonst zu dünn wäre.

In diesem Tenor verliefen denn auch die Debatten zur Stellenbeschreibung und Bewerberauswahl. „Ich werde innerlich wütend. Es geht immer mehr in die Richtung, dass der Bürgermeister entscheidet. Was die anderen wollen, die später mit dem Manager arbeiten müssen, spielt gar keine Rolle mehr“, beschwerte sich Schmidt. Ähnlich äußerte sich Maria Herrmann. Sie forderte, dass sich die Kandidaten im Arbeitskreis KuB persönlich vorstellen sollen.

Dem hielt Fachbereichsleiter Malte Schaarmann entgegen, dass es bei den Bewerbungen um vertrauenswürdige Daten gehe, die dem Schutz unterliegen. Horst Möller pflichtete ihm bei, dass es den Kandidaten möglicherweise nicht recht ist, weil sie sich aus einer ungekündigten Stellung bewerben. Je mehr darüber Bescheid wüssten, desto größer sei die Gefahr, dass dies nach außen dringe.

Dau-Schmidt machte den Vorschlag, die Namen wie bei Architekturwettbewerben zu anonymisieren. Er sprach sie auch dafür aus, dass der Kulturmanager auf jeden Fall eine Anbindung an die Verwaltung haben sollte. „Diese Person braucht auf jeden Fall Unterstützung“, sagte er.

Einen nahezu salomonischen Vorschlag machte Projektleiterin Mandy Treetzen. „Der Manager muss von allen getragen werden“, sagte sie. Auf der einen Seite beschäftigten sich Verwaltung und Politik mit der Stelle, andererseits seien es auch die Nutzer des Hauses. Dazu zählten nicht nur Musikschule, Volkshochschule, die Oldesloer Bühne und der Verein Klangstadt. Hinzu kämen Bildhauer, Maler und der Fotoclub.

Eine „Eier legende Wollmilchsau“, die allen sympathisch sei, gebe es aber nicht. Ebenso dürfe die Auswahl eines geeigneten Kandidaten nicht rein auf Äußerlichkeiten basieren, sondern müsse sich auf die fachliche Kompetenz und Zeugnisse stützen, sagte Treetzen. Sie plädierte deshalb für ein mehrstufiges Verfahren, bei dem Vertreter der Stadt und der Parteien mit Hilfe von Beratern zu einem Kriterienkatalog gelangen, der auch mit den Kulturschaffenden abgestimmt wird. Das Votum der Kulturszene könne letztlich zu 20, 30 Prozent in die Entscheidung einfließen. Um die Willensbildung vorzubereiten solle der Arbeitskreis KuB noch im Dezember zu einer Sitzung einberufen werden. Dem stimmten alle mit Ausnahme von Patricia Rohde von den Freien Bürgern für Bad Oldesloe zu.

KuB wächste und gedeiht

Die Bauarbeiten am neuen Kultur- und Bildungszentrum am Beer-Yaakov-Weg sind schon recht weit fortgeschritten. Der Rohbau der Theaterbühne hinter dem einstigen Amtsgerichtsgebäude ist bereits fertiggestellt. In diesen Tagen wurde auch der Estrich für die neue Multifunktionshalle hinter dem historischen Rathaus am gelegt. Parallel dazu wird auch schon kräftig am Innenausbau des ehemalogen Justizgebäudes gewerkelt. Mit den Arbeiten ist die Firma Partnerbau aus Quedlinburg betraut.