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Pressespiegel

15Nov

Lübecker Nachrichten vom 15. November 2014

Kunstrasen soll offen bleiben. Bauausschuss will „Erfolgsprojekt“ nicht schlechtreden.

Jugendmannschaften des VfL trainieren auf dem neuen Kunstrasenplatz am Exer.

Jugendmannschaften des VfL trainieren auf dem neuen Kunstrasenplatz am Exer. Foto: dvd

Von Dorothea von Dahlen Bad Oldesloe – Als Erfolgsgeschichte, die es gelte, aufrecht zu erhalten, ist die öffentliche Nutzung des neuen Kunstrasenplatzes am Exer im Bau- und Planungsausschuss der Oldesloer Stadtverordnetenversammlung bewertet worden. Damit steht fest, dass nach einem Jahr Probebetrieb kein Zaun um die Sportstätte gezogen wird. Dies hatten vor der Eröffnung des Platzes CDU und Freie Bürger für Bad Oldesloe (FBO) gefordert. Sie hatten die Sorge geäußert, der Kunstrasen könne leiden, wenn zu viele Unbefugte Zugang hätten.

Dazu ist es nun nach Einschätzung der Oldesloer Stadtverwaltung nicht gekommen. In einem zusammenfassenden Bericht heißt es, dass vereinzelt Glasscherben und Zigarettenstummel gefunden wurden. Von der Reparatur zweier Brandstellen habe die Herstellerfirma, die sich auch um die Pflege des Platzes kümmert, indes abgeraten, da es sich nur um kleine oberflächliche Beschädigungen handele, heißt es weiter. Die Reparatur hätte 200 Euro gekostet. Des Weiteren sei eine unbekannte klebrige Flüssigkeit auf dem Rasen sowie eine weitere Brandspur entdeckt worden. Die zerschnittenen Tornetze seien ein häufiges Vorkommnis auf Sportplätzen, und deshalb ebenso wenig ein Zeichen dafür, dass der Kunstrasen besonders anfällig für Vandalismus sei.

„Ich würde die Scherben, Zigarettenkippen und Brandlöcher nicht bagatellisieren wollen“, räumte Uwe Rädisch (CDU) ein. Dem setzte Hendrik Holtz (Linke) entgegen, dass er Plätze kenne, die wüster aussehen. Dass der Kunstrasenplatz von den verschiedensten Gruppen aus der ganzen Stadt in friedlicher und partnerschaftlicher Weise genutzt werde, dürfe durch solche Vorkommnisse nicht schlechtgeredet werden. „Der Exer ist ein Erfolgsprojekt“, sagte Holtz.

Auch Hans-Hermann Roden (SPD) mochte den Einwand der CDU nicht gelten lassen.„Mögliche Verunreinigungen lassen sich auch durch einen Zaun nicht vermeiden“, sagte er. „Flaschen lassen sich auch drüber werfen.“ Angelika Studtmann stellte klar, dass die CDU nicht angetreten sei, nun einen Zaun zu fordern. Sie wolle lediglich für die Schäden sensibilisieren und erreichen, dass möglichst viele Leute ein Auge auf den Platz haben, damit möglichst wenig passiert. So sei es sicherlich sinnvoll, mit der Jugendherberge zu sprechen. Die Gäste, die sich oft abends auf dem Exer aufhalten, sollten unterrichtet werden, wie sie sich auf dem Kunstrasenplatz zu verhalten haben.

Bevor der Kunstrasenplatz Thema im Bau-und Planungsausschuss war, hatten sich auch schon die Mitglieder des Bildungs-, Kultur- und Sozialausschuss gegen die Einzäunung ausgesprochen.  

Kein Ballnetz nötig

Erörtert wurde im Ausschuss auch, dass ein Ballnetz zur Minigolfanlage gespannt werden sollte. Im Sommer gab es Beschwerden, weil Gäste von Fußbällen getroffen wurden. Dieses Problem istl aut Inhaber Wolfgang Burmester jedoch inzwischen gelöst. Der VfL Oldesloe habe die kleinen Tore, die oft quer auf den Platz gestellt wurden, jetzt an der Stelle angekettet, teilte er den LN mit.