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Pressespiegel

01Okt

147 Parkplätze und ein Schnüffelrohr

Seit gestern können Pendler die neue Park-and-Ride-Anlage an der Mommsenstraße nutzen.

Andreas Janik (l.) vom Planungsbüro Hahm übergab Bürgermeister Tassilo von Bary die Qualitätssicherungsakte. Damit ist die Stadt Bad Oldesloe nun Besitzer der neuen Parkanlage am Bahnhof. Fotos: Carstens

Einfahrt verboten: Die Zufahrt zum Parkplatz (Bildmitte) an der Mommsenstraße erreichen Autofahrer nur über die Straße Sülzberg.

Was bei der Begehung für gesteigertes Interesse sorgte, war ein Rohr, das mitten auf em Parkplatz aus der Erde ragt. Dies ist ein sogenanntes Schnüffelrohr einer Gasleitung der Stadtwerke. Sie führt vom Stadtzentrum zur Industriestraße. Sollte diese Leitung einen Defekt haben, könnte man das über das Rohr feststellen.

Lübecker Nachrichten vom 1. Oktober 2013

Von Markus Carstens

Bad Oldesloe – Gute Nachrichten für alle Pendler, die von Bad Oldesloe aus mit der Bahn nach Hamburg oder Lübeck fahren: Seit gestern stehen in der Mommsenstraße in unmittelbarer Nähe zum Busbahnhof weitere 147 – kostenfreie - Parkplätze zur Verfügung. Mit nun etwa 1150 Stellplätzen dürfte sich die Lage deutlich entspannen. „Um 8.30 Uhr war bislang schon immer alles voll“, sagte Bürgermeister Tassilo von Bary gestern bei der offiziellen Übergabe durch Baufirma und Planungsbüro. Bad Oldesloe sei aus zweierlei Gründen attraktiv für Pendler: Die Stadt gehöre zum HVV-Gebiet und biete zudem kostenloses Parken am Bahnhof. „Die Leute kommen aus Segeberg und sogar Ostholstein hierher ,um in Bad Oldesloe in die Bahn zu steigen“, so Tassilo von Bary.

Die Stadt hatte das Gelände, auf dem vormals die Bahnmeisterei stand, von der Immobiliengesellschaft Aurelis gekauft. Der Erwerb und auch die Entwicklung des rund 5000 Quadratmeter großen Grundstücks zur Park-and-Ride-Anlage hatten sich immer wieder verzögert. Denn die Stadtverwaltung wollte ganz sicher gehen ,dass der Boden frei von Schadstoffen ist. „Der Kauf war nicht einfach“,sagte Bürgermeister von Bary. Zumal auch die Panzerrampe für viel Geld abgebaut werden musste, was schließlich die Bahn übernahm.

„Wir mussten auf dem Gelände umfangreich tätig werden“, erklärte Klaus-Peter Scharnberg vom Bad Oldesloer Bauamt, „haben aber keine Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.“ Das wiederum ließ sich nicht einfach mit Luftbildern feststellen, weil der Bahnhof ein „echter Verdachtsbereich“ ist, wie es im Verwaltungsjargon heißt. So wurde das Gelände elektromagnetisch mit einem Bodenradar untersucht, zum Vorschein kamen jedoch nur Bauschotter und alte Bahnschienen.

Investiert wurden insgesamt rund 900 000 Euro, wobei knapp 600 000 Euro aus dem Fördertopf der Landesweiten Verkehrsservice Gesellschaft Schleswig-Holstein in das Projekt flossen. Dazu kamen noch 145 000 Euro aus dem Förderfonds Hamburg/Schleswig-Holstein ,so dass die Stadt letztlich nur noch 157 000 Euro berappen musste. Durch die Fördermittel ist es auch gar nicht möglich, die Parkplätze kostenpflichtig zu machen. Durch die Einbahnstraßen-Regelung erreichen Autofahrer die Stellplätze nur, wenn sie über die Straße Sülzberg kommen. „Wir hatten dazu auch Termine mit der Polizei und haben auch andere Varianten für die Zufahrt zu dem Parkplatz in Erwägung gezogen“, berichtete Klaus-Peter Scharnberg. Es blieb jedoch bei dieser Lösung. „Das ist ein Gewöhnungsprozess und wird sich einspielen“, glaubt Andreas Janik vom Planungsbüro Hahm in Lübeck. Was jetzt noch fehlt, sind lediglich die Beleuchtung und die Bepflanzung. Dafür muss der Parkplatz Ende Oktober noch einmal für ein paar Tage gesperrt werden.