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Pressespiegel

12Nov

Lübecker Nachrichten vom 12. November 2014

Robert-Koch-Straße soll saniert werden. Die Fahrbahn ist in 50 Jahren nur abschnittsweise repariert worden. Müllautos haben den Bürgersteig ruiniert.

Robert-Koch-Straße

Müllfahrzeuge hinterließen Spuren auf dem Bürgersteig. Foto: dvd

Von Dorothea von Dahlen

Bad Oldesloe – Mehr als 50 Jahre ist es jetzt her, dass die Stadt Bad Oldesloe dem berühmten Mikrobiologen Robert Koch eine neue Straße nahe dem Krankenhaus widmete. Seitdem sind Schäden an der Fahrbahn stets nur abschnittsweise repariert worden. Das Tiefbauamt der Stadt hat deshalb ein Planungsbüroaus Eutin engagiert, um ausloten zu lassen, wie die als Sackgasse angelegte Straße von Grund auf saniert werden könnte und – für Anwohner besonders wichtig – was das Ganze wohl kosten wird.

Die Ergebnisse ihrer ersten Analysen legten Vertreter des Büros Höger und Partner jetzt im Bau- und Planungsausschuss vor. Demnach weist die fünf Meter breite Fahrbahn sehr viele Risse und einige Löcher auf. Zudem ist die Straße an den Rändern ausgebrochen. Auch der Gehweg weist reichlich Schäden auf. Die darauf verlegten Platten haben sich mit den Jahren in Richtung Fahrbahn so stark abgesenkt, dass stellenweise richtige Stufen entstanden sind.

Laut Diplomingenieur Thomas Prager ist dies dem Umstand zuzuschreiben, dass die Straße fast durchgehend beparkt wird und schwerere Fahrzeuge wie Müllautos gezwungen sind, auf den Bürgersteig auszuweichen, um vorbeizukommen. Die Gehwegplatten hielten dieser hohen Tonnage einfach nicht stand.

Die Planer schlagen nun vor, ein belastbares Betonsteinpflaster zu verwenden. Auch raten sie dazu, das Parken in geordnete Bahnen zu bringen, so dass etwa Stellflächen in Kurven entfallen. Dies hätte zur Folge, dass sich die Zahl der Parkplätze von 50 auf 41 reduziert. „Das gibt Stress“, merkte Grünenfraktionschef Wilfried Janson an. Für Diskussionen dürften auch die Sanierungskosten sorgen. Das Planungsbüro schätzt sie auf rund 760 000 Euro. 85 Prozent der tatsächlich anfallenden Summe müssen auf die Anwohner der Robert-Koch-Straße umgelegt werden. Sie sollen für Dienstag, 2. Dezember, zu einer Informationsveranstaltung eingeladen werden, auf der sie sämtliche Fragen und Anregungen zum Straßenausbau platzieren können.

„Warum hat man sie nicht schon jetzt eingeladen? So entsteht der Eindruck, wir planen etwas ohne ihr Einverständnis“, sagte Ausschussvorsitzende Maria Herrmann. Sie erinnerte an die Proteste der Anwohner, als es um die Sanierung des Drosselwegs ging.

Grober Zeitplan

Die Sanierung der Robert-Koch-Straße soll 2015 mit Kanalarbeiten der Stadtwerke beginnen. Wenn sie Ende kommenden Jahres abgeschlossen sind, wird die Straße mit einer befahrbaren Decke versehen. Erst 2016 soll dann der eigentliche Straßen- und Gehwegbau in Angriff genommen werden.