Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

12Nov

Lübecker Nachrichten vom 12. November 2014

Ein stilles Örtchen für alle. In Bad Oldesloe sollen barrierefreie und allgemein zugängliche WCs entstehen.

Bad Oldesloe – Dringende Bedürfnisse kennen keine Uhrzeit. Deshalb gerät derzeit in Not, wer nach Geschäftsschluss in der Oldesloer Innenstadt nach einem WC sucht. „Das ist ein Armutszeugnis für eine Kreisstadt“, kommentierte Hans- Hermann Roden (SPD) dieses Manko in der jüngsten Sitzung des Bau- und Planungsausschusses.

Doch Abhilfe soll nahen. Wenn der Umbau des Cafés am Markt erst abgeschlossen sei, hieß es während der Sitzung am Montagabend, soll Rollifahrern und anderen Menschen mit Behinderungen ein barrierefreies WC zur Verfügung stehen, das sich ab 23 Uhr von der Hindenburgstraße aus öffnen lässt. Den dafür benötigten Spezialschlüssel erhalten nur Menschen mit einem bestimmten Grad der Behinderung gegen eine Gebühr vom Verein CBF-Darmstadt. Er passt für genormte Toiletten dieser Art in ganz Europa.

Auch für andere Oldesloer und Gäste der Stadt soll ein solches Rund-um-die-Uhr-Klo geschaffen werden. Denn das für die Öffentlichkeit vorgesehene stille Örtchen auf der Hude ist nur nutzbar, wenn noch Betrieb im Café Mocca herrscht. Das gleiche gilt für die Toiletten am Parkplatz nahe der Hagenstraße. Die Schlüssel dafür sind nur während der Öffnungszeiten des Italieners verfügbar.

Im Ausschuss wurde rege die Frage diskutiert, wie das Problem ohne größere Investitionen beseitigt werden kann. Der Vorschlag, die Toiletten ganz offen stehen zu lassen, stieß auf Kritik. Aus den Reihen der CDU wurde die Befürchtung geäußert, dass dies dem Vandalismus Tür und Tor öffne und die Einrichtung des WC beschädigt werden könnte. Möglicherweise lasse sich dies mit einem Münzeinwurf verhindern. Auch gab es Überlegungen, mit dem neuen Betreiber des Cafés darüber zu verhandeln, ob nicht neben dem barrierefreien WC noch ein anderes geschaffen werden könne.

Das lehnte Roden rigoros ab. „Wir wollen den neuen Betreiber nicht vergrämen“, sagte er und schlug vor, mit dem Italiener über bessere Nutzungsmodalitäten zu verhandeln. Dem stimmten die Mitglieder des Gremiums zu. dvd