Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder
Messe Bilder

Pressespiegel

31Okt

Lübecker Nachrichten vom 31. Oktober 2014

Notfallbetreuung auch bei der Stadtverwaltung?

Bad Oldesloe – Soll es für Kinder von Angestellten der Oldesloer Stadtverwaltung im Notfall eine Betreuung geben? Darüber berieten die Mitglieder des Hauptausschusses am Mittwochabend. Die Stiftung Beruf und Familie hatte das Angebot unterbreitet, diesen Service für eine Kostenpauschale von jährlich 2400 Euro und eine einmalige Zuwendung von 500 Euro zu leisten. Die Verwaltung selbst hatte den Antrag mit der Maßgabe eingebracht, dass sich Bad Oldesloe so als familienfreundliche Stadt profilieren könne.

Nicht alle Mitglieder des Gremiumskonnten sich für das Projekt erwärmen. Patricia Rohde, Freie Wähler für Bad Oldesloe (FBO), merkte an, dass wohl erst die schlechte Versorgungslage mit Kindergartenplätzen in der Stadt verbessert werden müsse, bevor es spezielle Regelungen für Stadtangestellte gebe. Das sei Luxus. Davon könne gar keine Rede sein, widersprach Hendrik Holtz (Linke). Er legte dar, dass es für die Allgemeinheit von Nutzen sei, wenn die Beschäftigten weiterarbeiten könnten, auch wenn die Tagesmutter einmal krank ist und das Kind woanders untergebracht werden muss. Und so bleibe keine Arbeit liegen.

Bürgermeister von Bary stellte klar, dass es nicht um eine bevorzugte Behandlung der Beschäftigten gehe. Es liege vielmehr im Interesse des Arbeitgebers, wenn niemand ausfalle, weil die Kinderbetreuung im Notfall nicht gewährleistet ist. „Im Übrigen ist es das Gebot der Stunde, auf den Fachkräftemangel zu reagieren“, fügte von Bary hinzu. Um kompetente Mitarbeiter halten und vermeiden zu können, dass sie in die freie Wirtschaft abwandern, seien familienfreundliche Arbeitsbedingungen heutzutage sehr wichtig. Kreisweit gebe es schon viele Arbeitgeber, die sich der Stiftung Beruf und Familie angeschlossen haben.

Birgit Reichardt-Mewes wandte nur ein, dass das Finanzamt die Notfallbetreuung als geldwerten Vorteil betrachte und sich dies für die Beschäftigten steuerlich nachteilig auswirke. Diese Gefahr besteht laut von Bary nicht. Bei einer Gegenstimme sprach das Gremium die Empfehlung an die Stadtverordneten aus, den Vertrag mit der Stiftung zu billigen. dvd